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USPSTF Leitlinie 2020: Hepatitis-B-Screening

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: US Preventive Services Task Force (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die US Preventive Services Task Force (USPSTF) hat im Jahr 2020 eine Leitlinie zum Screening auf das Hepatitis-B-Virus (HBV) veröffentlicht.

Das Screening richtet sich an Jugendliche und Erwachsene im Alter von 15 bis 65 Jahren sowie an schwangere Personen.

Die USPSTF bewertet diese Maßnahme mit einem Empfehlungsgrad B (Grade B). Laut Leitlinie besteht eine hohe Sicherheit für einen moderaten Nettonutzen oder eine moderate Sicherheit für einen moderaten bis substanziellen Nettonutzen.

Empfehlungen

Die USPSTF empfiehlt das Screening auf eine Hepatitis-B-Infektion bei Jugendlichen und Erwachsenen mit einem erhöhten Infektionsrisiko.

Zudem wird laut Leitlinie ein universelles Screening für alle schwangeren Personen beim ersten Vorsorgetermin (Pränatalbesuch) empfohlen.

Risikofaktoren für eine HBV-Infektion

Gemäß der Leitlinie gelten folgende Personen als Risikogruppe und sollten gescreent werden:

  • Personen, die in Ländern mit einer HBV-Prävalenz von >=2 % geboren wurden

  • In den USA geborene, als Säugling nicht geimpfte Personen mit Eltern aus Endemiegebieten

  • HIV-positive Personen

  • Personen mit intravenösem Drogenkonsum

  • Männer, die Sex mit Männern haben (MSM)

  • Personen mit Haushalts- oder Sexualkontakt zu einer HBV-infizierten Person

  • Personen mit Haftanamnese

  • Hämodialyse-Patienten

Screening-Intervall und Methode

  • Die Leitlinie empfiehlt ein einmaliges Screening mittels HBsAg.

  • Bei Schwangeren wird das Screening laut USPSTF in jeder Schwangerschaft empfohlen.

  • Für eine vollständige Charakterisierung rät die USPSTF zur Bestimmung des Dreifach-Panels (HBsAg, Anti-HBs, Anti-HBc).

Weiterführende Maßnahmen

  • Positiv getestete Patienten sollen laut USPSTF an eine Behandlung (Tenofovir oder Entecavir) angebunden werden.

  • Gemäß der Leitlinie wird die Impfung empfänglicher (nicht immuner) Personen empfohlen.

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💡Praxis-Tipp

Laut USPSTF-Leitlinie wird für eine vollständige Charakterisierung des Hepatitis-B-Status die Bestimmung eines Dreifach-Panels, bestehend aus HBsAg, Anti-HBs und Anti-HBc, empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Gemäß der Leitlinie wird das Screening für Jugendliche und Erwachsene (15-65 Jahre) mit erhöhtem Risiko sowie für alle Schwangeren empfohlen.

Die USPSTF empfiehlt das Screening bei Schwangeren routinemäßig beim ersten pränatalen Vorsorgetermin, und zwar in jeder Schwangerschaft.

Laut Leitlinie erfolgt das primäre Screening mittels HBsAg. Für eine vollständige Beurteilung wird jedoch ein Dreifach-Panel (HBsAg, Anti-HBs, Anti-HBc) empfohlen.

Ein Grade B bedeutet laut USPSTF, dass die Maßnahme empfohlen wird, da mit hoher Sicherheit ein moderater Nutzen oder mit moderater Sicherheit ein moderater bis substanzieller Nutzen belegt ist.

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Quelle: USPSTF: Hepatitis B Virus Infection: Screening (Grade B, 2020) (US Preventive Services Task Force, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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