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USPSTF Leitlinie 2020: Hepatitis-C-Screening bei Erwachsenen

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: US Preventive Services Task Force (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die US Preventive Services Task Force (USPSTF) hat im Jahr 2020 ihre Empfehlungen zum Screening auf das Hepatitis-C-Virus (HCV) aktualisiert. Laut der USPSTF-Leitlinie stellt die Hepatitis-C-Infektion ein signifikantes Gesundheitsrisiko dar, das durch eine fruehzeitige Diagnose und moderne Therapien gut behandelbar ist. Gemaess den aktuellen Leitlinienempfehlungen wurde der Ansatz von einem rein risikobasierten Screening auf ein universelles Screening ausgeweitet. Dies vereinfacht laut Expertenkonsens die klinische Umsetzung erheblich. Die Leitlinie stuft den Nettonutzen dieses Screenings als moderat bis substanziell ein (Empfehlungsgrad B).

Empfehlungen

Die USPSTF-Leitlinie spricht klare Empfehlungen fuer das Screening auf Hepatitis C aus:

Universelles Screening

Die Leitlinie empfiehlt ein einmaliges Screening auf eine HCV-Infektion fuer alle Erwachsenen im Alter von 18 bis 79 Jahren (Grade B).

Diagnostisches Vorgehen

Gemaess der Empfehlung erfolgt das initiale Screening mittels eines Anti-HCV-Antikoerpertests. Bei einem positiven Ergebnis wird laut Leitlinie eine Bestaetigung durch einen HCV-RNA-Test empfohlen.

Wiederholungs-Screening

Fuer Personen mit anhaltendem Risiko (wie beispielsweise bei intravenoesem Drogenkonsum) empfiehlt die USPSTF ein periodisches Screening.

Obwohl das Screening nun universell empfohlen wird, benennt die Leitlinie weiterhin spezifische Risikofaktoren, die mit einer erhoehten Praevalenz einhergehen:

RisikofaktorBeschreibung laut USPSTF
Geburtsjahrgang1945–1965 (sogenannte "Babyboomer" mit der hoechsten Praevalenz)
DrogenkonsumAktueller oder frueherer intravenoeser oder intranasaler Drogenkonsum
Medizinische HistorieBluttransfusionen vor 1992, Langzeit-Haemodialyse
KoinfektionenHIV-Koinfektion
Weitere RisikenInhaftierung, medizinisches Personal mit Nadelstichverletzungen
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💡Praxis-Tipp

Laut der USPSTF-Leitlinie vereinfacht der Uebergang zu einem universellen Screening die praktische Umsetzung im Vergleich zum frueheren risikobasierten Ansatz deutlich, da eine HCV-Infektion heutzutage durch direkt wirkende antivirale Medikamente (DAA) in 8 bis 12 Wochen mit einer Erfolgsrate von ueber 95 % heilbar ist.

Häufig gestellte Fragen

Die USPSTF-Leitlinie empfiehlt das Screening fuer alle Erwachsenen im Alter von 18 bis 79 Jahren.

Gemaess der Empfehlung ist grundsaetzlich ein einmaliges Screening vorgesehen. Bei Personen mit anhaltenden Risikofaktoren, wie intravenoesem Drogenkonsum, wird jedoch ein periodisches Screening empfohlen.

Laut Leitlinie erfolgt das initiale Screening mittels eines Anti-HCV-Antikoerpertests.

Die USPSTF empfiehlt, ein positives Ergebnis des Antikoerpertests durch einen HCV-RNA-Test zu bestaetigen.

Die USPSTF stuft das universelle Hepatitis-C-Screening mit dem Empfehlungsgrad B ein, was eine hohe Sicherheit fuer einen moderaten Nutzen oder eine moderate Sicherheit fuer einen moderaten bis substanziellen Nutzen bedeutet.

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Quelle: USPSTF: Hepatitis C Virus Infection: Screening (Grade B, 2020) (US Preventive Services Task Force, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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