Osteoporose-Screening: USPSTF-Leitlinie 2025
📋Auf einen Blick
- •Ein allgemeines Screening wird für alle Frauen ab 65 Jahren empfohlen (Empfehlungsgrad B).
- •Postmenopausale Frauen unter 65 Jahren sollten bei erhöhtem Risiko gescreent werden (Empfehlungsgrad B).
- •Für Männer reicht die aktuelle Evidenz nicht aus, um eine Empfehlung für oder gegen ein Screening auszusprechen (I-Statement).
- •Zielgruppe der Leitlinie sind Erwachsene ab 40 Jahren ohne bekannte Osteoporose oder stattgehabte Fragilitätsfraktur.
Hintergrund
Osteoporotische Frakturen sind mit erheblichen Folgen verbunden, darunter psychische Belastung, nachfolgende Frakturen, Verlust der Unabhängigkeit, eingeschränkte Fähigkeit zur Bewältigung von Alltagsaktivitäten und Tod.
Die US Preventive Services Task Force (USPSTF) hat die Evidenz zu Nutzen und Risiken eines Screenings auf Osteoporose zur Frakturprävention bewertet. Die Zielgruppe umfasst Erwachsene ab 40 Jahren, bei denen bisher keine Osteoporose diagnostiziert wurde und die keine Vorgeschichte von Fragilitätsfrakturen aufweisen.
Screening-Empfehlungen
Die USPSTF gibt basierend auf der aktuellen Evidenzlage folgende Empfehlungen ab:
| Zielgruppe | Empfehlung | Empfehlungsgrad |
|---|---|---|
| Frauen ab 65 Jahren | Screening auf Osteoporose zur Prävention osteoporotischer Frakturen wird empfohlen. (Moderater Nettonutzen) | B |
| Postmenopausale Frauen < 65 Jahre | Screening wird empfohlen, wenn ein erhöhtes Risiko für eine osteoporotische Fraktur besteht (ermittelt durch klinische Risikobewertung). (Moderater Nettonutzen) | B |
| Männer | Die aktuelle Evidenz ist unzureichend, um das Verhältnis von Nutzen und Risiken eines Screenings zu beurteilen. | I-Statement |
💡Praxis-Tipp
Führen Sie bei postmenopausalen Frauen unter 65 Jahren routinemäßig eine klinische Risikobewertung durch, um die Indikation für ein Osteoporose-Screening zu prüfen.