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Brustkrebs-Screening: USPSTF-Leitlinie 2024

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf USPSTF Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Eine zweijährliche Screening-Mammographie wird für Frauen zwischen 40 und 74 Jahren empfohlen (Empfehlungsgrad B).
  • Für Frauen ab 75 Jahren ist die aktuelle Evidenz unzureichend, um Nutzen und Risiken des Screenings abzuwägen.
  • Bei dichtem Brustgewebe und unauffälliger Mammographie reicht die Evidenz für ein zusätzliches Screening mittels Ultraschall oder MRT nicht aus.
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Hintergrund

Brustkrebs ist bei Frauen in den USA die zweithäufigste Krebserkrankung und die zweithäufigste krebsbedingte Todesursache. Im Jahr 2023 starben schätzungsweise 43.170 Frauen an dieser Erkrankung. Die Inzidenz ist bei nicht-hispanischen weißen Frauen am höchsten, während nicht-hispanische schwarze Frauen die höchste Mortalitätsrate aufweisen.

Die Leitlinie der USPSTF richtet sich an Cisgender-Frauen sowie alle anderen bei der Geburt weiblich zugewiesenen Personen ab 40 Jahren, die ein durchschnittliches Brustkrebsrisiko aufweisen.

Screening-Empfehlungen

Die USPSTF hat die Evidenz für verschiedene Mammographie-basierte Screening-Strategien systematisch bewertet. Daraus ergeben sich folgende Kernempfehlungen:

Zielgruppe / SituationEmpfehlungEmpfehlungsgrad
Frauen 40 bis 74 JahreZweijährliche Screening-MammographieB
Frauen ≥ 75 JahreEvidenz unzureichend für Nutzen-Risiko-AbwägungI-Statement
Dichtes Brustgewebe (bei negativer Mammographie)Evidenz unzureichend für ergänzendes MRT oder UltraschallI-Statement
  • Die USPSTF schlussfolgert mit moderater Sicherheit, dass das zweijährliche Screening für die Altersgruppe der 40- bis 74-Jährigen einen moderaten Nettonutzen hat.
  • Für eine ergänzende Bildgebung (Ultraschall oder MRT) bei dichtem Brustgewebe kann derzeit keine Empfehlung ausgesprochen werden, da die Balance aus Nutzen und Schaden unklar ist.

💡Praxis-Tipp

Klären Sie Patientinnen mit durchschnittlichem Brustkrebsrisiko bereits ab dem 40. Lebensjahr über den moderaten Nettonutzen einer zweijährlichen Screening-Mammographie auf.

Häufig gestellte Fragen

Die USPSTF empfiehlt eine zweijährliche Screening-Mammographie für Frauen im Alter von 40 bis 74 Jahren.
Die aktuelle Evidenz ist unzureichend, um den Nutzen und die Risiken einer Screening-Mammographie in dieser Altersgruppe abschließend zu bewerten.
Nein, bei einer unauffälligen Mammographie reicht die Evidenz derzeit nicht aus, um ein zusätzliches Screening mittels Ultraschall oder MRT routinemäßig zu empfehlen.

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