Typ-1-Diabetes: Insulintherapie, HbA1c-Ziele und CGM

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF / DDG (2023)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die S3-Leitlinie zur Therapie des Typ-1-Diabetes (2023) der Deutschen Diabetes Gesellschaft (DDG) liefert evidenzbasierte Empfehlungen für die Diagnostik und Behandlung. Der Typ-1-Diabetes ist durch eine autoimmunbedingte Zerstörung der insulinproduzierenden Beta-Zellen gekennzeichnet, was zu einem absoluten Insulinmangel führt.

Ein zentrales Anliegen der Leitlinie ist die Senkung der diabetesassoziierten Exzessmortalität und Morbidität. Gleichzeitig wird der Erhalt der Lebensqualität und der gesellschaftlichen Teilhabe der Betroffenen als übergeordnetes Therapieziel betont.

Die partizipative Entscheidungsfindung (PEF) nimmt einen großen Stellenwert ein. Es wird empfohlen, Therapieziele und Behandlungsoptionen stets individuell und gemeinsam mit den Betroffenen abzustimmen.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass bei Patienten mit Typ-1-Diabetes im Krankenhaus die bestehende Insulintherapie (inklusive Basalinsulin oder Insulinpumpe) zwingend fortgeführt werden sollte. Es wird ausdrücklich davor gewarnt, die Therapie auf reine Nachspritzpläne (Sliding Scale) umzustellen, da dies den basalen Insulinbedarf nicht deckt und das Risiko für Entgleisungen erhöht.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt für Erwachsene in der Regel einen HbA1c-Zielwert von ≤ 7,5 % (≤ 58 mmol/mol). Bei niedrigem Hypoglykämierisiko kann ein Wert von ≤ 6,5 % angestrebt werden, während bei häufigen schweren Unterzuckerungen ein Ziel von < 8,5 % empfohlen wird.

Laut Leitlinie wird für die meisten nicht schwangeren Erwachsenen eine Time in Range (70-180 mg/dl) von über 70 % angestrebt. Die Zeit im hypoglykämischen Bereich (Time Below Range, < 70 mg/dl) sollte unter 4 % liegen.

Der Einsatz eines AID-Systems wird empfohlen, wenn unter einer intensivierten Insulintherapie mit CGM die individuellen Therapieziele nicht erreicht werden. Auch bei häufigen oder rezidivierenden schweren Hypoglykämien rät die Leitlinie zu dieser Therapieform.

Es wird die Einnahme von 15-20 g schnellen Kohlenhydraten, vorzugsweise in Form von Glukose, empfohlen. Wenn der Blutzucker nach 15 Minuten weiterhin niedrig bleibt, sollte die Maßnahme laut Leitlinie wiederholt werden.

Die Leitlinie rät vom Einsatz von SGLT-2-Inhibitoren bei Typ-1-Diabetes ab. Grund dafür ist ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von euglykämischen diabetischen Ketoazidosen.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: S3-Leitlinie Typ-1-Diabetes (AWMF 057-013, 2023) (AWMF / DDG, 2023). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.