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TAVI Indikationen & Qualität: DGK-Positionspapier

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das aktualisierte Positionspapier der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) definiert die Qualitätskriterien und Indikationen für die kathetergestützte Aortenklappenimplantation (TAVI). Es ergänzt die Vorversion von 2015 aufgrund neuer Studienergebnisse.

Randomisierte Studien belegen zunehmend die Gleichwertigkeit oder Überlegenheit der TAVI gegenüber dem chirurgischen Aortenklappenersatz (AKE). Dies gilt insbesondere bei Verwendung der transfemoralen Zugangswege und moderner Klappenprothesen.

Die Leitlinie betont die Wichtigkeit der interdisziplinären Entscheidungsfindung. Die Indikationsstellung muss stets im gemeinsamen Herzteam aus Kardiologen und Herzchirurgen erfolgen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie hebt hervor, dass die transfemorale TAVI (TF-TAVI) gegenüber dem transapikalen Zugang (TA-TAVI) und dem chirurgischen Klappenersatz mit einer signifikant geringeren Krankenhaussterblichkeit assoziiert ist. Es wird daher dringend empfohlen, den transfemoralen Zugangsweg immer primär zu prüfen und andere Zugänge nur bei dessen technischer Undurchführbarkeit zu wählen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird die transfemorale TAVI bei allen Personen ab 85 Jahren als Therapie der ersten Wahl empfohlen. Dies gilt unabhängig von weiteren berechneten Risikofaktoren.

Das Positionspapier fordert für die Qualifikation als TAVI-Operateur den Nachweis von mindestens 25 transvaskulären Prozeduren als Erstuntersucher pro Jahr. Zudem wird eine langjährige Erfahrung in der perkutanen Koronarintervention vorausgesetzt.

Die Therapieentscheidung muss zwingend in einem interdisziplinären Herzteam getroffen werden. Dieses Team besteht aus Kardiologen und Herzchirurgen und bezieht den Willen der betroffenen Person mit ein.

Ja, bei degenerierten chirurgischen Aortenklappenbioprothesen wird die TAVI als "Valve-in-valve"-Verfahren meist als Therapie der Wahl angesehen. Dies begründet sich durch das oft hohe Operationsrisiko eines Zweiteingriffs.

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Quelle: Qualitätskriterien zur Durchführung der kathetergestützten Aortenklappenimplantation (TAVI) Aktualisierung des Positionspapiers der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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