Tachykarde Herzrhythmusstörungen: Therapie bei Kindern

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-Leitlinie behandelt tachykarde Herzrhythmusstörungen im Kindes-, Jugend- und jungen Erwachsenenalter. Diese sind durch eine paroxysmale oder chronisch-permanente Erhöhung der Vorhof- und/oder Kammerfrequenz gekennzeichnet.

Supraventrikuläre Tachykardien (SVT) stellen die häufigste Tachyarrhythmie in dieser Altersgruppe dar. Sie werden von ventrikulären Tachykardien (VT) abgegrenzt, bei denen anatomische Strukturen unterhalb der Bifurkation des His-Bündels wesentlich beteiligt sind.

Die klinische Symptomatik variiert stark nach Lebensalter und kardialer Anatomie. Während Säuglinge aufgrund der verkürzten diastolischen Füllung rasch eine Herzinsuffizienz entwickeln können, stehen bei älteren Kindern Palpitationen, Schwindel und Unwohlsein im Vordergrund.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie ist bei der Terminierung einer SVT im Säuglingsalter mit Adenosin häufig ein frühes Rezidiv zu beobachten. In solchen Fällen wird der Einsatz eines Antiarrhythmikums mit längerer Halbwertszeit empfohlen, um die Herzfrequenz zu senken. Erst bei Fortbestehen der Tachykardie sollte erneut Adenosin appliziert werden, was dann meist zu einer anhaltenden Terminierung führt.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt Adenosin als primäres intravenöses Antiarrhythmikum für alle Altersgruppen. Es wird als rascher Bolus unter kontinuierlicher EKG-Ableitung verabreicht.

Laut Leitlinie kann Verapamil zur Akuttherapie erst bei Kindern ab dem Schulalter eingesetzt werden. Bei Neugeborenen und Säuglingen wird ausdrücklich vor der Gabe gewarnt.

Eine Ablationstherapie wird gemäß Leitlinie bei Kindern über 15 kg und Jugendlichen mit häufigen, symptomatischen Tachykardien empfohlen. Sie gilt in dieser Altersgruppe als sichere und effiziente Alternative zur medikamentösen Therapie.

Bei instabilem Kreislauf wird eine sofortige externe Kardioversion oder Defibrillation empfohlen. Von einer primären intravenösen Gabe von Antiarrhythmika wird in dieser Situation abgeraten.

Die Leitlinie rät von Leistungssport ab, empfiehlt jedoch eine individuelle Beurteilung. Aktivitäten, bei denen eine Synkope lebensgefährlich wäre (z. B. unbeaufsichtigtes Schwimmen), sollten strikt gemieden werden.

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Quelle: Tachykarde Herzrhythmusstörungen im Kindes-, Jugend- und jungen Erwachsenenalter (EMAH-Patienten) (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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