Status epilepticus (Kind): Stufentherapie und Dosierung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der pädiatrische Status epilepticus (SE) stellt einen akuten neurologischen Notfall dar. Die jährliche Inzidenz liegt bei 3 bis 41 Fällen pro 100.000 Kindern und Jugendlichen.

Ein konvulsiver Status epilepticus (kSE) ist definiert als anhaltende motorische Anfallsaktivität, die nicht innerhalb von 5 Minuten (bei generalisierten Anfällen) sistiert. Alternativ handelt es sich um eine Serie von Anfällen ohne zwischenzeitliche Erholung des neurologischen Ausgangsbefundes.

Zu den häufigsten Ursachen zählen fieberhafte Infekte, akute ZNS-Läsionen, vorbestehende Epilepsien sowie metabolische Erkrankungen. Eine rasche Therapie ist essenziell, um langfristige neuronale Schäden und kognitive Defizite zu vermeiden.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt ausdrücklich vor dem Einsatz von Valproat bei Kindern mit unklarer Entwicklungsstörung oder Verdacht auf eine neurometabolische Grunderkrankung. In diesen Fällen besteht ein massiv erhöhtes Risiko für eine tödliche Hepatotoxizität, weshalb auf sicherere Alternativen wie Levetiracetam ausgewichen werden sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird ein generalisierter tonisch-klonischer Anfall ab einer Dauer von 5 Minuten als Status epilepticus definiert. Bei nicht bewusst erlebten fokalen Anfällen liegt die zeitliche Grenze bei 10 Minuten.

Die Leitlinie empfiehlt in diesem Fall primär die bukkale Gabe von Midazolam (zugelassen ab 3 Monaten) oder die rektale Gabe von Diazepam (zugelassen ab 6 Monaten). Beide Applikationswege gelten als vergleichbar wirksam und sicher.

Nein, der Einsatz von intravenösem Levetiracetam erfolgt in dieser Indikation im Off-Label-Use. Die Leitlinie bewertet es jedoch aufgrund der guten Studienlage als effektive und sichere Zweitlinientherapie.

Es wird eine Liquordiagnostik empfohlen, wenn ein febriler Status epilepticus vorliegt oder klinische Hinweise auf eine ZNS-Infektion bestehen. Auch bei einem anamnestisch erhöhten Risiko für eine Meningitis ist diese Untersuchung indiziert.

Das PRIS ist eine lebensbedrohliche Komplikation unter Propofol-Gabe, die mit metabolischer Azidose, Rhabdomyolyse und Herzversagen einhergeht. Die Leitlinie warnt besonders bei jungen Kindern und metabolischen Grunderkrankungen vor diesem Risiko.

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Quelle: S1-Leitlinie Behandlung des Status epilepticus im Kindesalter (jenseits der Neugeborenenperiode) (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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