StatPearls2026

Interskalenusblockade: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Interskalenusblockade ist ein regionales Anästhesieverfahren, das den Plexus brachialis (C5-T1) betäubt. Der Plexus verläuft zwischen dem Musculus scalenus anterior und medius in der sogenannten Skalenuslücke.

Laut der StatPearls-Zusammenfassung wird durch diese Blockade der Großteil der oberen Extremität anästhesiert. Der Truncus inferior und damit der Nervus ulnaris (C8-T1) bleiben jedoch häufig ausgespart.

Der Eingriff wird in der Regel von einem Spezialisten für Regionalanästhesie im präoperativen Bereich oder im Aufwachraum durchgeführt. Dabei ist der Patient meist leicht sediert.

Empfehlungen

Die StatPearls-Quelle beschreibt folgende Kernaspekte für die Durchführung der Interskalenusblockade:

Indikationen und Vorbereitung

Die Blockade wird für Eingriffe an der Schulter, am distalen Schlüsselbein, am proximalen Humerus sowie am Oberarm und Ellenbogen empfohlen. Für Handchirurgie ist das Verfahren laut Quelle ausdrücklich nicht geeignet.

Für die Durchführung wird ein Team aus zwei Personen empfohlen. Eine Person bedient den Ultraschall und die Nadel, während die zweite Person den Nervenstimulator und die Spritze bedient.

Zur optimalen Patientenpositionierung wird häufig eine sitzende Position in einem 30-Grad-Winkel beschrieben. Der Patient sollte den Kopf zur kontralateralen Seite drehen.

Durchführung unter Ultraschall

Die Quelle beschreibt zwei gängige Methoden zur sonografischen Darstellung:

  • Positionierung des Schallkopfs auf Höhe des Ringknorpels und laterales Verschieben, bis der Plexus zwischen den Skalenusmuskeln sichtbar wird.

  • Positionierung oberhalb der Klavikula und kraniales Verschieben, bis das typische "Ampel"-Zeichen (Stoplight-Sign) der Nervenstämme erscheint.

Die Nadel wird in-plane eingeführt. Nach sorgfältiger Aspiration wird das Lokalanästhetikum appliziert.

Durchführung nach anatomischen Landmarken

Falls kein Ultraschall verwendet wird, orientiert sich der Anwender an der Klavikula, dem klavikulären Kopf des Musculus sternocleidomastoideus und der Vena jugularis externa.

Die Nadel wird etwa 3 bis 4 cm oberhalb der Klavikula senkrecht zur Haut eingeführt. Ein Nervenstimulator wird genutzt, um eine motorische Antwort in Schulter und Arm auszulösen.

Überwachung und Komplikationsmanagement

Während der Anlage muss auf Anzeichen einer Lokalanästhetika-Toxizität geachtet werden. Es wird betont, dass Wiederbelebungsgeräte im Raum verfügbar sein müssen.

Zu den möglichen Komplikationen, die überwacht werden sollten, gehören unter anderem:

  • Pneumothorax und Gefäßpunktionen

  • Epidurale oder subarachnoidale Injektionen

  • Horner-Syndrom (Ptosis, Miosis, Anhidrosis) durch Ausbreitung zum Plexus cervicalis

  • Hemiparese des Zwerchfells durch Blockade des Nervus phrenicus

Kontraindikationen

Die Quelle nennt folgende absolute und relative Kontraindikationen für die Interskalenusblockade:

  • Respiratorische Insuffizienz: Aufgrund der hohen Wahrscheinlichkeit einer ipsilateralen Phrenikusblockade kann die Lungenfunktion um 25 % reduziert werden.

  • Bestehende Stimmbandparese: Eine Blockade des Nervus laryngeus recurrens könnte zu einer kompletten Atemwegsobstruktion führen.

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💡Praxis-Tipp

Die Quelle warnt davor, die Interskalenusblockade für handchirurgische Eingriffe zu verwenden. Da der Truncus inferior (C8-T1) und somit das Versorgungsgebiet des Nervus ulnaris häufig nicht ausreichend betäubt werden, ist das Verfahren für distale Eingriffe unzuverlässig.

Häufig gestellte Fragen

Laut StatPearls eignet sich das Verfahren hervorragend für Eingriffe an der Schulter, dem distalen Schlüsselbein und dem proximalen Humerus. Auch Operationen am Oberarm und Ellenbogen können unter dieser Blockade durchgeführt werden.

Die Quelle erklärt, dass der Truncus inferior des Plexus brachialis bei dieser Blockade oft ausgespart bleibt. Dadurch wird der Nervus ulnaris nicht zuverlässig betäubt, was für Eingriffe an der Hand unzureichend ist.

Es wird beschrieben, dass es zu Gefäßpunktionen, Nervenverletzungen oder einem Pneumothorax kommen kann. Zudem wird häufig eine vorübergehende Zwerchfellparese oder ein Horner-Syndrom beobachtet.

Unter Ultraschallsicht zeigt sich der Plexus brachialis typischerweise als zwei oder drei hohle Kreise zwischen den Skalenusmuskeln. Dieses Bild wird in der Literatur oft als "Ampel"-Zeichen (Stoplight-Sign) bezeichnet.

Die Leitlinie nennt respiratorische Insuffizienz als Kontraindikation, da die Lungenfunktion durch eine Phrenikusblockade eingeschränkt wird. Auch eine bestehende Stimmbandparese stellt ein Risiko für eine Atemwegsobstruktion dar.

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Quelle: StatPearls: Interscalene Block (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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