StatPearls2026

Ulnarisblockade: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die ultraschallgesteuerte Ulnarisblockade dient der chirurgischen Anästhesie oder Analgesie des ulnaren Handbereichs. Dies umfasst laut StatPearls-Zusammenfassung den kleinen Finger und die ulnare Hälfte des Ringfingers.

Das Verfahren wird primär für Eingriffe im Versorgungsgebiet des Nervus ulnaris eingesetzt. Es kann als alleinige Blockade, in Kombination mit einer Radialisblockade für einen kompletten Handblock oder als Rescue-Verfahren bei unzureichender Plexus-brachialis-Blockade angewendet werden.

Anatomisch verläuft der Nervus ulnaris als Endast des Plexus brachialis (C8-T1) am medialen Oberarm und tritt am posteromedialen Ellenbogen in den Sulcus ulnaris ein. Distal des Ellenbogens verläuft er typischerweise tief unter dem Musculus flexor carpi ulnaris (FCU) und lateral des Musculus flexor digitorum profundus.

Empfehlungen

Die StatPearls-Zusammenfassung formuliert folgende Kernaspekte für die Durchführung:

Indikationen

Gemäß dem Text eignet sich die Ulnarisblockade am besten für Eingriffe ohne Blutsperre und mit einer erwarteten Dauer von unter 20 Minuten. Zu den spezifischen Indikationen zählen:

  • Operationen am kleinen Finger oder fünften Mittelhandknochen

  • Reposition von Frakturen des fünften Mittelhandknochens (Boxer-Fraktur) oder MCP-Luxationen

  • Versorgung multipler Lazerationen an der ulnaren Handseite

  • Analgesie bei Verbrennungen der Hand

  • Rescue-Analgesie bei fehlgeschlagener Plexus-brachialis-Blockade

Zugangsweg und Technik

Der Text beschreibt verschiedene Zugangswege, wobei der ulnare/mediale Zugang bevorzugt wird. Bei diesem Ansatz wird die Nadel posterior der FCU-Sehne eingeführt.

Im Vergleich zum volaren Zugang (Nadel lateral der FCU-Sehne) wird beim ulnaren Zugang ein deutlich geringeres Risiko für eine intraarterielle Punktion beschrieben. Für die ultraschallgesteuerte Durchführung werden folgende Schritte genannt:

  • Platzierung der Ultraschallsonde horizontal über dem medialen Unterarm, knapp distal des Epicondylus medialis

  • Identifikation des Nervs als wabenartige Struktur tief unter dem Musculus flexor carpi ulnaris

  • Verfolgung des Nervs nach distal, etwa 3 bis 4 cm vom Sulcus ulnaris entfernt

  • In-Plane-Nadelführung von lateral nach medial unter ständiger Visualisierung der Nadelspitze

  • Fraktionierte Injektion von 1 bis 2 ml Lokalanästhetikum nach negativer Aspiration

Umgang mit unvollständigen Blockaden

Eine unvollständige Blockade eines Endastes ist laut Text häufig auf neuronale Anastomosen (z. B. Martin-Gruber-Anastomose) zurückzuführen.

Wenn eine Ulnarisblockade unvollständig bleibt, wird die zusätzliche Anlage einer Medianusblockade empfohlen. Gelegentlich liegen die Anastomosen sehr proximal, sodass die Blockade oberhalb des Ellenbogens platziert werden muss.

Dosierung

Für die Ulnarisblockade werden im Text folgende Lokalanästhetika und Volumina aufgeführt:

WirkdauerLokalanästhetikumKonzentrationVolumen
Länger wirksamBupivacain0,5 %3 - 5 ml
Länger wirksamRopivacain0,5 %3 - 5 ml
Kürzer wirksamLidocain2,0 %3 - 5 ml
Kürzer wirksamMepivacain1,5 %3 - 5 ml

Kontraindikationen

Als Kontraindikationen für die Nervenblockade werden im Text genannt:

  • Ablehnung durch die zu behandelnde Person

  • Zellulitis oder Abszess über der Injektionsstelle

  • Allergie gegen Lokalanästhetika

  • Hochenergieverletzungen mit Verdacht auf ein akutes Kompartmentsyndrom (wird als kontrovers beschrieben)

  • Bereits verabreichte, nahezu toxische Dosis an Lokalanästhetika mit Risiko einer systemischen Toxizität (LAST)

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💡Praxis-Tipp

Laut Text wird ausdrücklich davor gewarnt, die Ulnarisblockade auf Höhe des Sulcus ulnaris (Cubitaltunnel) durchzuführen, da dies zu einer Kompressionsneuropathie mit anhaltenden Parästhesien führen kann. Zudem wird betont, bei Anzeichen einer intraneuralen Injektion oder bei starken Schmerzen während der Injektion den Vorgang sofort abzubrechen und die Nadel zurückzuziehen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Text wird der ulnare/mediale Zugang (posterior der FCU-Sehne) als sicherer eingestuft. Beim volaren Zugang werden in Studien Raten von bis zu 50 % für intraarterielle Punktionen der Arteria ulnaris beschrieben.

Es wird die Verwendung eines Ultraschallgeräts mit einer hochfrequenten Linearsonde empfohlen. Die Frequenz sollte gemäß den Angaben größer als 8 MHz sein.

Eine unvollständige chirurgische Anästhesie ist laut Text häufig auf stark variable neuronale Anastomosen zwischen dem Nervus ulnaris und dem Nervus medianus zurückzuführen. In solchen Fällen wird eine ergänzende Medianusblockade empfohlen.

Der Text gibt ein benötigtes Volumen von 3 bis 5 ml Lokalanästhetikum an. Die Injektion sollte fraktioniert in Schritten von 1 bis 2 ml erfolgen, bis eine adäquate Ausbreitung um den Nerv erreicht ist.

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Quelle: StatPearls: Ulnar Nerve Block Techniques (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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