StatPearls2026

PIFP-Block: StatPearls Leitlinien-Zusammenfassung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Pecto-Intercostal Fascial Plane (PIFP) Block ist ein ultraschallgesteuerter parasternaler Block. Er dient der Analgesie des Sternums und der vorderen Brustwand.

Die Technik gewinnt zunehmend an Bedeutung, da sie eine opioidsparende Schmerztherapie ermöglicht. Dies ist besonders nach herzchirurgischen Eingriffen mit medianer Sternotomie relevant, bei denen rückenmarksnahe Verfahren aufgrund der intraoperativen Heparinisierung oft vermieden werden.

Anatomisch zielt der Block auf die vorderen Hautäste der Interkostalnerven T2 bis T6 ab. Das Lokalanästhetikum wird dabei in die Faszienschicht zwischen dem Musculus pectoralis major und der äußeren Interkostalmuskulatur injiziert.

Empfehlungen

Die StatPearls-Zusammenfassung beschreibt folgende Kernaspekte für die Durchführung des PIFP-Blocks:

Indikationen

Der PIFP-Block wird laut Quelle für Eingriffe am Sternum und der parasternalen Brustwand empfohlen. Zu den Hauptindikationen zählen:

  • Herzchirurgische Eingriffe (Erwachsene und Kinder) mit medianer Sternotomie oder minimalinvasiver Thorakotomie

  • Brustchirurgie und Anlage von subkutanen ICD-Systemen

  • Sternum- und vordere Rippenfrakturen

  • Chronisches Post-Sternotomie-Schmerzsyndrom

Vorbereitung und Monitoring

Es wird ein Standard-Monitoring bestehend aus Pulsoxymetrie, nicht-invasiver Blutdruckmessung und EKG sowie ein intravenöser Zugang empfohlen. Die Durchführung sollte unter streng sterilen Bedingungen und mit einem hochfrequenten linearen Ultraschallkopf erfolgen.

Ein zweiter Behandler sollte anwesend sein, um bei der Injektion zu assistieren und ein Sicherheits-Timeout durchzuführen. Bei wachen Personen wird eine intravenöse Anxiolyse als sinnvoll erachtet.

Durchführungstechnik

Die Quelle beschreibt die Punktion am liegenden Patienten, idealerweise auf Höhe des dritten bis vierten Interkostalraums (T3-T4). Die Nadel wird "in-plane" eingeführt und knapp oberhalb der dritten Rippe positioniert, um eine Verletzung der Pleura zu vermeiden.

Nach negativer Aspiration wird eine Testdosis von 1 bis 2 ml steriler Kochsalzlösung empfohlen, um die korrekte Lage in der Faszienschicht zu bestätigen. Anschließend erfolgt die fraktionierte Injektion des Lokalanästhetikums.

Wenn sich das Lokalanästhetikum im Ultraschall nicht über mehrere Level ausbreitet, wird eine Injektion auf mehreren Etagen empfohlen.

Vergleich: PIFP-Block vs. TTMP-Block

Die Quelle vergleicht den oberflächlichen PIFP-Block mit dem tieferen Transversus-Thoracis-Muscle-Plane (TTMP) Block. Der PIFP-Block wird als sicherer eingestuft, insbesondere wenn die Arteria thoracica interna (IMA) chirurgisch entnommen wird.

EigenschaftPIFP-Block (Pecto-Intercostal)TTMP-Block (Transversus Thoracis)
InjektionsebeneZwischen M. pectoralis major und InterkostalmuskulaturZwischen innerer Interkostalmuskulatur und M. transversus thoracis
LageOberflächlichTief
Risiko für Pneumothorax/HämatomGeringerHöher
Verhältnis zur A. thoracica interna (IMA)Vermeidet die IMA-EbeneTeilt die Ebene mit der IMA
Eignung bei IMA-Entnahme (Bypass)BevorzugtErhöhtes Verletzungsrisiko der Arterie

Dosierung

Die Quelle nennt folgende Dosierungsrichtlinien für die Durchführung des PIFP-Blocks:

MedikamentDosis/VolumenIndikation
Bupivacain (0,25 % bis 0,5 %)10 bis 15 ml pro Seite (in kleinen Aliquots)PIFP-Block (Analgesie der vorderen Brustwand)

Es wird betont, dass die Maximaldosis von 2,5 mg/kg Körpergewicht für Bupivacain nicht überschritten werden darf.

Kontraindikationen

Laut Quelle gelten für den PIFP-Block die allgemeinen Kontraindikationen regionalanästhetischer Verfahren:

  • Allergie gegen Lokalanästhetika

  • Infektion oder Malignom an der Einstichstelle

  • Ablehnung durch die zu behandelnde Person

Besondere Vorsicht wird bei Komorbiditäten empfohlen, die das Risiko einer systemischen Toxizität von Lokalanästhetika (LAST) erhöhen. Dazu zählen Leberfunktionsstörungen, das metabolische Syndrom und extreme Altersgruppen.

Eine eingeschränkte Lungenfunktion oder eine vorherige Lungenresektion stellen aufgrund des potenziellen Pneumothorax-Risikos relative Kontraindikationen dar.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, den tiefen TTMP-Block zu verwenden, wenn eine Entnahme der Arteria thoracica interna (IMA) für einen Bypass geplant ist. In diesem Fall wird der oberflächlichere PIFP-Block empfohlen, da er die anatomische Ebene der Arterie meidet und somit das Risiko einer katastrophalen Gefäßverletzung minimiert. Zudem wird darauf hingewiesen, Injektionen auf mehreren Interkostalniveaus durchzuführen, falls im Ultraschall keine ausreichende kraniokaudale Ausbreitung des Lokalanästhetikums sichtbar ist.

Häufig gestellte Fragen

Der Block zielt laut Quelle auf die vorderen Hautäste der Interkostalnerven T2 bis T6 ab. Dadurch wird eine Analgesie des Sternums und der parasternalen Brustwand erreicht.

Es werden in der Regel 10 bis 15 ml Lokalanästhetikum (z. B. 0,25 % bis 0,5 % Bupivacain) pro Seite in kleinen Aliquots injiziert. Dabei darf die Maximaldosis von 2,5 mg/kg Körpergewicht nicht überschritten werden.

Der PIFP-Block ist ein oberflächlicher Block zwischen dem Musculus pectoralis major und der Interkostalmuskulatur. Der TTMP-Block ist tiefer gelegen und birgt laut Leitlinie ein höheres Risiko für Pneumothoraces sowie Verletzungen der Arteria thoracica interna.

Mögliche Komplikationen umfassen Blutungen, Infektionen, Nervenverletzungen, intravasale Injektionen und eine systemische Toxizität (LAST). Ein Pneumothorax ist bei korrekter Ultraschallanwendung sehr selten.

Die Leitlinie empfiehlt die Punktion idealerweise auf Höhe des dritten bis vierten Interkostalraums (T3-T4) oder am Mittelpunkt der Sternotomie-Inzision. Die Nadel sollte knapp oberhalb der Rippe geführt werden, um die Pleura zu schützen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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