StatPearls2026

Radialnervenblockade: StatPearls Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: StatPearls (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Radialnervenblockade ist ein regionales Anästhesieverfahren, das eine Analgesie oder Anästhesie der Hand, insbesondere der dorsoradialen Seite, ermöglicht. Dies umfasst den dorsalen Daumen, Zeige- und Mittelfinger sowie den lateralen Aspekt des Ringfingers.

Der Nervus radialis entspringt dem Fasciculus posterior des Plexus brachialis (C5-T1). Er verläuft am posterioren Humerus und teilt sich in der Fossa cubitalis in einen sensiblen (Ramus superficialis) und einen motorischen Ast (Ramus profundus).

Laut StatPearls bietet das Verfahren eine wertvolle Alternative zur prozeduralen Sedierung und zur systemischen Opioidgabe bei akut schmerzhaften Zuständen. Durch den Einsatz von Ultraschall können die Erfolgsraten erhöht und das Risiko einer Toxizität minimiert werden.

Empfehlungen

Die StatPearls-Leitlinie beschreibt folgende Kernaspekte für die Durchführung einer Radialnervenblockade:

Indikationen

Das Verfahren wird für verschiedene Eingriffe und Schmerzzustände empfohlen:

  • Chirurgische Eingriffe an Unterarm und Hand (z. B. Wundversorgung, Fremdkörperentfernung, Amputationen)

  • Analgesie bei akuten Verletzungen, Verbrennungen sowie Frakturen oder Luxationen der Metakarpalia und Phalangen

  • Diagnostik und Therapie des Radialistunnelsyndroms oder bei therapierefraktärer Epicondylopathia radialis

  • Rescue-Analgesie bei unzureichenden anderen Regionalanästhesien

Vorbereitung und Ausrüstung

Für eine ultraschallgestützte Blockade wird ein hochfrequenter Linearschallkopf (10 bis 15 MHz) empfohlen. Es wird die Verwendung einer 22- bis 25-Gauge-Nadel (38 bis 50 mm, Kurzzschliff) beschrieben.

Pro Nerv wird ein Volumen von 3 bis 5 ml Lokalanästhetikum als ausreichend erachtet. Das Ziel ist eine zirkumferentielle Ausbreitung um die Nervenscheide.

Blockade-Techniken

Die Leitlinie beschreibt drei primäre Zugangswege unter Ultraschallsicht (In-Plane-Technik):

  • Proximales Unterarmdrittel: Ziel ist der Ramus superficialis unter dem Musculus brachioradialis. Der Arm des Patienten wird hierfür proniert.

  • Fossa cubitalis (Ellenbogen): Die Blockade erfolgt vor der Bifurkation des Nervs zwischen dem Musculus brachioradialis und dem Musculus biceps brachii am supinierten Arm.

  • Oberhalb des Ellenbogens (distaler Sulcus spiralis): Der Nerv wird als hyperechogene dreieckige Struktur am posterolateralen Humerus dargestellt. Der Arm wird adduziert, innenrotiert und auf der Brust abgelegt.

Überwachung

Es wird betont, dass vor jeder Injektion eine negative Aspiration erfolgen muss, um eine intravasale Gabe zu vermeiden. Zudem wird die Bereitstellung einer 20%igen Lipidemulsion für den Fall einer systemischen Toxizität durch Lokalanästhetika (LAST) empfohlen.

Kontraindikationen

Die Leitlinie nennt folgende Kontraindikationen für eine Radialnervenblockade:

  • Fehlende Einwilligung oder Ablehnung durch den Patienten

  • Infektionen, Abszesse oder Zellulitis über der geplanten Einstichstelle

  • Allergie gegen die verwendete Klasse von Lokalanästhetika

  • Risiko einer systemischen Toxizität (LAST), insbesondere bei Annäherung an toxische Grenzdosen

Zudem wird auf mögliche Komplikationen wie Nervenverletzungen, Hämatome, intravasale Injektionen und Myotoxizität bei häufigen Injektionen hingewiesen.

Frage zu dieser Leitlinie stellen...

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie wird die Verwendung von Ultraschall (Level-1b-Evidenz) dringend empfohlen, da dies den Wirkeintritt beschleunigt und die Erfolgsrate der Blockade erhöht. Es wird darauf hingewiesen, stets vor der Injektion negativ zu aspirieren und eine 20%ige Lipidemulsion als Notfallmedikation für eine mögliche systemische Lokalanästhetika-Toxizität (LAST) bereitzuhalten.

Häufig gestellte Fragen

Die Blockade anästhesiert die dorsoradiale Seite der Hand. Dies umfasst laut Leitlinie den dorsalen Bereich des Daumens, des Zeige- und Mittelfingers sowie die laterale Seite des Ringfingers.

Laut StatPearls wird eine 22- bis 25-Gauge-Nadel mit Kurzzschliff empfohlen. Die Länge sollte je nach Punktionsort zwischen 38 und 50 mm betragen.

Es wird ein Volumen von 3 bis 5 ml Lokalanästhetikum pro Nerv als ausreichend beschrieben. Das Ziel ist eine zirkumferentielle Ausbreitung um die Nervenscheide.

In der Fossa cubitalis wird der Nerv zwischen dem Musculus brachioradialis und dem Musculus biceps brachii aufgesucht. Die Injektion erfolgt idealerweise vor der Aufzweigung in den sensiblen und motorischen Ast.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: StatPearls: Radial Nerve Block (StatPearls, 2026). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien