Sepsis und septischer Schock: Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF / DSG / DGAI / DIVI (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Sepsis ist definiert als eine akut lebensbedrohliche Organdysfunktion, die durch eine inadäquate Wirtsantwort auf eine Infektion hervorgerufen wird. Für die klinische Diagnose wird ein Anstieg des SOFA-Scores um mindestens 2 Punkte herangezogen.

Ein septischer Schock liegt vor, wenn trotz adäquater Volumentherapie eine persistierende arterielle Hypotension besteht, die Vasopressoren erfordert, um einen mittleren arteriellen Blutdruck (MAP) von mindestens 65 mmHg zu erreichen. Gleichzeitig muss der Laktatwert im Blut über 2 mmol/l liegen.

Aufgrund der hohen Sterblichkeit und Morbidität stellt die Sepsis einen medizinischen Notfall dar. Eine frühzeitige Erkennung und die unverzügliche Einleitung evidenzbasierter Therapiemaßnahmen sind entscheidend für das Überleben.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass bei einem septischen Schock nicht auf die Anlage eines zentralvenösen Katheters gewartet werden muss. Es wird vorgeschlagen, Vasopressoren initial auch periphervenös zu applizieren, um den Ziel-Blutdruck von 65 mmHg schnellstmöglich zu erreichen und lebensbedrohliche Verzögerungen in der Organperfusion zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird bei einem septischen Schock die Gabe innerhalb von einer Stunde empfohlen. Bei einer Sepsis ohne Schocksymptomatik sollte die Therapie nach zeitnaher Diagnostik innerhalb von drei Stunden erfolgen.

Noradrenalin wird als Vasopressor der ersten Wahl empfohlen. Wenn damit kein ausreichender Blutdruck erzielt wird, schlägt die Leitlinie die zusätzliche Gabe von Vasopressin vor.

Bei einem septischen Schock mit anhaltendem Vasopressorbedarf trotz ausreichender Volumengabe wird der Einsatz von Hydrocortison (200 mg/Tag) vorgeschlagen. Dies kann optional mit enteralem Fludrocortison kombiniert werden.

Es wird ein initialer mittlerer arterieller Druck (MAP) von 65 mmHg empfohlen. Höhere Zielwerte bieten laut aktueller Evidenz keinen generellen Überlebensvorteil.

Die Leitlinie spricht sich stark gegen die Verwendung von Hydroxyethylstärke (HES) aus. Auch von der Gabe von Gelatine wird aufgrund fehlender Evidenz und möglicher Risiken abgeraten.

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Quelle: S3-Leitlinie Sepsis - Prävention, Diagnose, Therapie und Nachsorge (AWMF 079-001, 2025) (AWMF / DSG / DGAI / DIVI, 2025). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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