Schweres Asthma bei Kindern: Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Asthma bronchiale ist die häufigste chronische Atemwegserkrankung im Kindes- und Jugendalter. Während die meisten Betroffenen unter einer Standardtherapie eine gute Symptomkontrolle erreichen, leidet ein Teil der Patienten an anhaltenden Beschwerden und Exazerbationen.

Die AWMF-Leitlinie unterscheidet klar zwischen schwierig zu behandelndem und echtem schweren Asthma. Ein schwieriges Asthma liegt oft vor, wenn Faktoren wie mangelnde Therapieadhärenz, falsche Inhalationstechnik oder unbehandelte Komorbiditäten die Kontrolle erschweren.

Von einem echten schweren Asthma wird erst gesprochen, wenn nach Ausschluss aller modifizierbaren Faktoren weiterhin eine hochdosierte Therapie erforderlich ist. In diesen Fällen rückt die zielgerichtete Phänotypisierung für den Einsatz moderner Biologika in den Fokus der Behandlung.

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💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie wird eine unzureichende Asthmakontrolle sehr häufig durch eine fehlerhafte Inhalationstechnik oder mangelnde Therapieadhärenz verursacht. Es wird dringend empfohlen, vor jeder Therapieeskalation – insbesondere vor der Verordnung von Biologika oder hochdosierten Kortikosteroiden – die Inhalationstechnik im klinischen Alltag objektiv zu überprüfen und gemeinsam mit der Familie zu trainieren.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie liegt ein schweres Asthma vor, wenn trotz fachgerechter Therapie und guter Adhärenz dauerhaft eine Add-on-Therapie mit LAMA oder Biologika benötigt wird. Auch die Notwendigkeit von hochdosierten inhalativen Kortikosteroiden zur Symptomkontrolle definiert ein schweres Asthma.

Die Leitlinie empfiehlt primär Omalizumab bei allergischem Asthma und Dupilumab bei T2-high-Asthma oder begleitender atopischer Dermatitis. Für diese beiden Präparate liegen die besten Wirksamkeits- und Sicherheitsdaten für Kinder ab 6 Jahren vor.

Es wird empfohlen, die Wirksamkeit nach 3 bis 6 Monaten zu evaluieren. Bei gutem Ansprechen sollte die Therapie laut Leitlinie für mindestens 12 bis 24 Monate fortgeführt werden, bevor ein Absetzversuch erwogen wird.

Die Leitlinie gibt an, dass bei unzureichender Kontrolle unter mittelhochdosierten ICS ein Off-Label-Einsatz von LABA vor dem 4. Geburtstag versucht werden kann. Der Therapieerfolg sollte in diesem Fall nach spätestens 6 Wochen überprüft werden.

Die Messung des fraktionierten exhalierten Stickstoffmonoxids (FeNO) wird zum regelmäßigen Monitoring der eosinophilen Atemwegsinflammation empfohlen. Der Wert hilft bei der Phänotypisierung und dient als Prädiktor für das Therapieansprechen auf Biologika.

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Quelle: Management von schwierigem und schwerem Asthma bei Kindern und Jugendlichen (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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