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Dupilumab bei Asthma (Kinder): IQWiG-Nutzenbewertung

Diese Leitlinie stammt aus 2022 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2022)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der vorliegende Bericht des IQWiG bewertet den Zusatznutzen von Dupilumab bei Kindern zwischen 6 und 11 Jahren. Es geht um die Behandlung von schwerem Asthma mit Typ-2-Inflammation.

Die Zielgruppe umfasst Kinder, deren Asthma trotz mittel- bis hoch dosierter inhalativer Kortikosteroide (ICS) und einem weiteren Erhaltungsmedikament unzureichend kontrolliert ist. Dupilumab wird hierbei als Add-on-Erhaltungstherapie geprüft.

Als zweckmäßige Vergleichstherapie wurde eine patientenindividuelle Therapieeskalation festgelegt. Diese umfasst unter anderem hoch dosiertes ICS in Kombination mit weiteren Wirkstoffen wie LABA, LAMA oder Omalizumab.

Empfehlungen

Der Bericht formuliert folgende zentrale Ergebnisse zur Nutzenbewertung:

Bewertung der Studiengrundlage

Für die Bewertung wurde vom pharmazeutischen Unternehmer die randomisierte, doppelblinde VOYAGE-Studie herangezogen. Laut Bericht ist diese Studie jedoch für die Ableitung eines Zusatznutzens nicht geeignet.

Es wird kritisiert, dass die vom Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) festgelegte zweckmäßige Vergleichstherapie im Kontrollarm nicht umgesetzt wurde.

Fehlende Therapieeskalation

Die eingeschlossenen Kinder wiesen zu Studienbeginn ein unkontrolliertes Asthma auf. Gemäß den aktuellen Leitlinien (NVL Asthma) ist in dieser Situation eine Therapieeskalation indiziert.

In der Studie wurde die unzureichende Erhaltungstherapie im Kontrollarm jedoch unverändert fortgeführt. Folgende Eskalationsoptionen wurden laut Bericht ignoriert:

  • Hinzunahme einer dritten oder vierten Kontrollmedikation (LABA, LTRA und/oder LAMA)

  • Zusätzliche Eskalation mit Omalizumab bei IgE-vermitteltem Asthma

Fazit zum Zusatznutzen

Aufgrund der ungeeigneten Studiendaten liegen keine verwertbaren Ergebnisse für den Vergleich mit der zweckmäßigen Vergleichstherapie vor.

Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass ein Zusatznutzen von Dupilumab für diese Indikation nicht belegt ist.

Dosierung

Die VOYAGE-Studie verwendete folgende gewichtsadaptierte Dosierungen für Dupilumab (subkutan, alle 2 Wochen):

KörpergewichtDosisVolumen
≤ 30 kg100 mg0,67 ml (150 mg/ml Fertigspritze)
> 30 kg200 mg1,14 ml (175 mg/ml Fertigspritze)
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💡Praxis-Tipp

Der Bericht verdeutlicht, dass bei unzureichend kontrolliertem schwerem Asthma unter einer dualen Erhaltungstherapie stets eine leitliniengerechte Therapieeskalation geprüft werden sollte. Das Vorenthalten von Eskalationsoptionen wie einer dritten Kontrollmedikation oder Omalizumab entspricht nicht dem aktuellen Versorgungsstandard.

Häufig gestellte Fragen

Laut dem vorliegenden Bericht ist ein Zusatznutzen von Dupilumab in dieser Altersgruppe nicht belegt. Grund hierfür ist das Fehlen geeigneter Studiendaten, die einen direkten Vergleich mit der zweckmäßigen Vergleichstherapie ermöglichen.

Der Bericht kritisiert, dass im Kontrollarm der Studie keine Therapieeskalation stattfand, obwohl die Kinder ein unkontrolliertes Asthma aufwiesen. Dies widerspricht den aktuellen Leitlinienempfehlungen und der festgelegten Vergleichstherapie.

Es wird eine patientenindividuelle Therapieeskalation empfohlen. Diese umfasst beispielsweise hoch dosierte inhalative Kortikosteroide (ICS) in Kombination mit LABA, LAMA oder Omalizumab.

Die Nutzenbewertung bezieht sich auf Kinder im Alter zwischen 6 und 11 Jahren. Voraussetzung ist ein schweres Asthma mit Typ-2-Inflammation.

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Quelle: IQWiG A22-46: Dupilumab (schweres Asthma mit Typ-2-Inflammation) - Nutzenbewertung gemäß § 35a SGB V (IQWiG, 2022). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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