Schlaganfall und TIA: Therapie und Sekundärprävention

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Schlaganfall ist eine gefäßbedingte Erkrankung des Gehirns, die durch einen plötzlichen Gefäßverschluss (ca. 80 % der Fälle) oder eine Hirnblutung entsteht. Die transitorisch ischämische Attacke (TIA) beschreibt eine umschriebene neurologische Funktionsstörung, die innerhalb von 24 Stunden vollständig reversibel ist.

Zerebrovaskuläre Erkrankungen stellen in Deutschland eine der häufigsten Todesursachen und einen Hauptgrund für bleibende Behinderungen im Erwachsenenalter dar. Etwa ein Viertel bis ein Drittel der Betroffenen verstirbt innerhalb des ersten Jahres.

Die DEGAM-S3-Leitlinie fokussiert sich auf die hausärztliche Betreuung von Personen mit hohem Schlaganfallrisiko sowie auf die Langzeitversorgung nach einem stattgehabten Ereignis. Zudem werden Empfehlungen zur prästationären Notfallversorgung formuliert.

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💡Praxis-Tipp

Bei einem akuten Schlaganfallverdacht wird eine sofortige Blutzuckermessung empfohlen, um eine Hypoglykämie als Ursache der neurologischen Ausfälle sicher auszuschließen. In der Sekundärprävention nach einem leichten Hirninfarkt rät die Leitlinie zu einer dualen Plättchenhemmung (ASS plus Clopidogrel) für maximal 30 Tage, da bei längerer Gabe das Blutungsrisiko den präventiven Nutzen übersteigt.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt, den Blutdruck langfristig auf Werte unter 140/90 mmHg zu senken. Dabei sollen individuelle Gegebenheiten und Begleiterkrankungen in die Therapieentscheidung einbezogen werden.

Eine duale Plättchenhemmung wird laut Leitlinie nur nach einem nicht-schwerwiegenden Hirninfarkt für maximal 30 Tage empfohlen. Danach wird zu einer Monotherapie geraten, da sonst das Blutungsrisiko zu stark ansteigt.

Es wird generell die Gabe eines Statins zur Sekundärprävention empfohlen. Bei einem besonders hohen kardiovaskulären Risiko rät die Leitlinie zum Einsatz hochpotenter Statine wie Atorvastatin (40-80 mg) oder Rosuvastatin (20-40 mg).

Frauen vor der Menopause sollten nach einem Schlaganfall keine kombinierte orale Kontrazeption mehr erhalten. Es wird empfohlen, auf alternative Verhütungsmethoden wie die reine Progesteronpille oder nicht-hormonelle Verfahren umzustellen.

Zur Schmerzreduktion wird eine Lagerungsbehandlung des gelähmten Armes sowie eine elektrische Stimulationsbehandlung der Schultermuskulatur empfohlen. Von einer routinemäßigen oralen NSAR-Therapie wird aufgrund des vaskulären Risikoprofils eher abgeraten.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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