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Mirabegron (Betmiga) Blutdruckanstieg: Rote-Hand-Brief

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KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2015)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf dem Rote-Hand-Brief des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2015 zu Betmiga (Mirabegron). Mirabegron wird im klinischen Alltag typischerweise zur Behandlung der überaktiven Blase eingesetzt.

Die Firma Astellas Pharma GmbH informierte in diesem Schreiben über neu erkannte kardiovaskuläre Risiken. Unter der Therapie mit Mirabegron wurden schwerwiegende Fälle von Hypertonie und signifikant erhöhtem Blutdruck berichtet.

Empfehlungen

Der Rote-Hand-Brief formuliert klare Vorgaben zum Monitoring des Blutdrucks unter einer Therapie mit Mirabegron.

Blutdruckmonitoring

Es werden folgende Maßnahmen zur Überwachung empfohlen:

  • Vor Beginn der Behandlung ist der Blutdruck initial zu messen.

  • Während der Behandlung wird eine regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks empfohlen.

  • Diese Überwachung soll insbesondere bei Patienten mit einer vorbestehenden Hypertonie engmaschig erfolgen.

Kontraindikationen

Laut dem Rote-Hand-Brief ist Mirabegron bei Patienten mit schwerer, nicht ausreichend eingestellter Hypertonie streng kontraindiziert. Die Kontraindikation greift, sobald einer oder beide der folgenden Grenzwerte erreicht oder überschritten werden:

ParameterGrenzwert für Kontraindikation
Systolischer Blutdruck≥ 180 mmHg
Diastolischer Blutdruck≥ 110 mmHg
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💡Praxis-Tipp

Ein entscheidender Aspekt für den klinischen Alltag ist die zwingende Blutdruckmessung vor der Erstverordnung von Mirabegron. Es wird darauf hingewiesen, dass bei Werten von ≥ 180/110 mmHg eine absolute Kontraindikation besteht und bei Patienten mit vorbestehender Hypertonie ein besonders wachsames Monitoring erfolgen sollte.

Häufig gestellte Fragen

Laut Rote-Hand-Brief ist Mirabegron bei einer schweren, nicht ausreichend eingestellten Hypertonie kontraindiziert. Dies ist definiert als ein systolischer Blutdruck von ≥ 180 mmHg und/oder ein diastolischer Blutdruck von ≥ 110 mmHg.

Es wird empfohlen, den Blutdruck zwingend vor Beginn der Therapie zu messen. Während der Behandlung sollte der Blutdruck regelmäßig kontrolliert werden, insbesondere bei Patienten mit bekannter Hypertonie.

Das BfArM und der Hersteller informierten 2015 darüber, dass unter der Therapie mit Mirabegron schwerwiegende Fälle von Hypertonie und erhöhtem Blutdruck berichtet wurden. Daraufhin wurden die Kontraindikationen und Überwachungsempfehlungen entsprechend verschärft.

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Quelle: Rote-Hand-Brief zu Betmiga® (Mirabegron): Neue Empfehlungen zum Risiko eines Blutdruckanstiegs (BfArM, 2015). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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