BfArM2014

Regadenoson (Rapiscan): Rote-Hand-Brief BfArM

Diese Leitlinie stammt aus 2014 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2014)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Dieser Artikel basiert auf dem Rote-Hand-Brief des BfArM aus dem Jahr 2014 zu Rapiscan (Wirkstoff: Regadenoson). Da der Quelltext sehr kurz ist, wurden allgemeine medizinische Hintergrundinformationen zum besseren Verständnis ergänzt.

Regadenoson wird als pharmakologisches Stressagens in der kardialen Bildgebung, insbesondere der Myokard-Perfusions-Szintigraphie, eingesetzt. Es wirkt als selektiver Agonist am Adenosin-A2A-Rezeptor und führt zu einer kurzzeitigen koronaren Vasodilatation.

Der Rote-Hand-Brief adressiert neu erkannte Sicherheitsrisiken im Zusammenhang mit der Anwendung. Im Fokus stehen Maßnahmen zur Minimierung des Schlaganfallrisikos sowie Warnhinweise bezüglich der Behandlung von Regadenoson-induzierten Krampfanfällen mit dem Antagonisten Aminophyllin.

Empfehlungen

Der Rote-Hand-Brief formuliert folgende Kernempfehlungen zur Patientensicherheit:

Schlaganfallrisiko und Hypertonie

Laut Publikation wird bei Patienten mit einer nicht kontrollierten Hypertonie empfohlen, eine Verzögerung der Anwendung von Regadenoson in Betracht zu ziehen. Diese Vorsichtsmaßnahme dient der Minimierung des Schlaganfallrisikos während oder nach der Untersuchung.

Management von Krampfanfällen

Die Sicherheitsinformation warnt ausdrücklich vor dem Einsatz von Aminophyllin bei bestimmten neurologischen Komplikationen:

  • Es wird nicht empfohlen, Aminophyllin zur Beendigung von Regadenoson-bedingten Krampfanfällen anzuwenden.

  • Hintergrund ist das Risiko einer Verlängerung der Anfälle durch die Aminophyllin-Gabe.

Kontraindikationen

Der Rote-Hand-Brief hebt folgende Warnhinweise und Einschränkungen hervor:

  • Aminophyllin bei Krampfanfällen: Die Anwendung von Aminophyllin zur Durchbrechung von Regadenoson-induzierten Anfällen wird nicht empfohlen, da dies die Anfälle verlängern kann.

  • Unkontrollierte Hypertonie: Bei diesen Patienten sollte eine Verschiebung der Regadenoson-Gabe erwogen werden, um das Schlaganfallrisiko zu senken.

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💡Praxis-Tipp

Der Rote-Hand-Brief warnt davor, Aminophyllin routinemäßig als Antidot bei Regadenoson-induzierten Krampfanfällen einzusetzen, da dies paradoxerweise zu einer Verlängerung der Anfälle führen kann. Zudem wird empfohlen, bei Patienten mit unkontrolliertem Bluthochdruck die Untersuchung mit Regadenoson zu verschieben, um das Risiko für zerebrovaskuläre Ereignisse zu minimieren.

Häufig gestellte Fragen

Der Rote-Hand-Brief des BfArM aus dem Jahr 2014 informiert über neue Sicherheitshinweise zur Minimierung des Schlaganfallrisikos. Zudem wird vor der Verlängerung von Krampfanfällen durch die Gabe von Aminophyllin gewarnt.

Nein, laut Rote-Hand-Brief wird die Anwendung von Aminophyllin zur Beendigung von Regadenoson-bedingten Anfällen nicht empfohlen. Es besteht das Risiko, dass die Anfälle durch diese Maßnahme verlängert werden.

Es wird empfohlen, bei Patienten mit nicht kontrollierter Hypertonie eine Verzögerung der Regadenoson-Anwendung in Betracht zu ziehen. Diese Maßnahme soll das Risiko für einen Schlaganfall minimieren.

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Quelle: Rote-Hand-Brief zu Rapiscan® (Regadenoson): Neue Hinweise zur Minimierung des Risikos eines Schlaganfalls und einer Verlängerung von Rapiscan-bedingten Anfällen nach der Anwendung von Aminophyllin (BfArM, 2014). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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