Ivabradin (Procoralan): Rote-Hand-Brief des BfArM
Hintergrund
Dieser Artikel basiert auf dem Rote-Hand-Brief des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2014 zu Procoralan (Wirkstoff: Ivabradin).
Da der Quelltext sehr kurz ist, wurden allgemeine medizinische Hintergrundinformationen ergänzt. Ivabradin ist ein Herzfrequenzsenker, der unter anderem zur symptomatischen Behandlung der chronischen stabilen Angina pectoris eingesetzt wird.
Ziel dieser behördlichen Sicherheitswarnung ist die gezielte Risikominimierung. Es soll das Auftreten von kardiovaskulären Ereignissen und schweren Bradykardien unter der Therapie mit Ivabradin verhindert werden.
Empfehlungen
Der Rote-Hand-Brief formuliert folgende Kernempfehlungen zur Patientensicherheit:
Indikationsstellung bei Angina pectoris
Bei der symptomatischen Behandlung von Patienten mit chronischer stabiler Angina pectoris wird eine strikte Einschränkung für den Therapiebeginn vorgegeben.
Laut BfArM sollte eine Behandlung mit Ivabradin nur dann begonnen werden, wenn die Ruheherzfrequenz des Patienten bei mindestens 70 Schlägen pro Minute liegt.
Kontraindikationen
Das BfArM weist auf eine neue absolute Kontraindikation hin, um das Risiko für schwere Bradykardien zu minimieren.
Die gleichzeitige Anwendung von Ivabradin mit folgenden Wirkstoffen ist kontraindiziert:
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Verapamil
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Diltiazem
💡Praxis-Tipp
Laut Rote-Hand-Brief ist vor dem Start einer Ivabradin-Therapie bei chronischer stabiler Angina pectoris zwingend die Ruheherzfrequenz zu überprüfen. Es wird davor gewarnt, die Behandlung bei einer Frequenz von unter 70 Schlägen pro Minute zu beginnen oder das Medikament mit Verapamil beziehungsweise Diltiazem zu kombinieren.
Häufig gestellte Fragen
Laut Rote-Hand-Brief sollte die Behandlung bei chronischer stabiler Angina pectoris nur gestartet werden, wenn die Ruheherzfrequenz mindestens 70 Schläge pro Minute beträgt.
Das BfArM gibt an, dass die gleichzeitige Anwendung von Ivabradin mit den Calciumkanalblockern Verapamil oder Diltiazem kontraindiziert ist.
Die Sicherheitswarnung dient der Risikominimierung. Es soll das Auftreten von kardiovaskulären Ereignissen und schweren Bradykardien unter der Therapie mit Ivabradin verhindert werden.
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Quelle: Rote-Hand-Brief zu Procoralan® (Ivabradin): Neue Kontraindikation und Empfehlungen zur Risikominimierung von kardiovaskulären Ereignissen und schweren Bradykardien (BfArM, 2014). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.