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Rhinosinusitis (ARS/CRS): Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-S2k-Leitlinie behandelt die Diagnostik und Therapie der Rhinosinusitis (RS) bei Erwachsenen. Es wird zwischen der akuten (ARS, bis 12 Wochen), der rezidivierenden akuten (rez. ARS, mindestens 4 Episoden pro Jahr) und der chronischen Form (CRS, über 12 Wochen) unterschieden.

Bei der chronischen Rhinosinusitis erfolgt zudem eine Einteilung in Verläufe mit nasalen Polypen (CRScNP) und ohne Polypen (CRSsNP). Die Erkrankung weist eine hohe Prävalenz auf und führt zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität.

Die Leitlinie zielt auf einen rationellen Einsatz diagnostischer und therapeutischer Verfahren ab. Ein besonderer Fokus liegt auf der Vermeidung unnötiger Antibiotikaverordnungen bei unkomplizierten Verläufen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler in der Praxis ist die unkritische Verordnung von Antibiotika bei der akuten Rhinosinusitis. Die Leitlinie betont, dass die unkomplizierte ARS primär symptomatisch behandelt werden sollte, da Antibiotika den Verlauf meist nicht signifikant verkürzen. Eine Bestimmung von CRP oder BSG kann bei starken Schmerzen helfen, die Indikation für eine antibiotische Therapie objektiv zu rechtfertigen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie ist bei einer akuten Rhinosinusitis routinemäßig keine Bildgebung erforderlich. Bei der chronischen Form wird hingegen eine Schnittbildgebung (CT oder DVT) empfohlen, insbesondere zur präoperativen Planung.

Es wird die Anwendung von topischen Dekongestiva für maximal 10 Tage bei der akuten Rhinosinusitis empfohlen. Dabei sollte darauf geachtet werden, dass die Präparate frei von dem Konservierungsstoff Benzalkoniumchlorid sind.

Die Leitlinie empfiehlt Antibiotika nur bei schweren Verläufen, drohenden Komplikationen, Immunsuppression oder bei starken Schmerzen mit gleichzeitig erhöhten Entzündungswerten (CRP > 10 mg/l). Mittel der ersten Wahl ist Amoxicillin.

Als Erstlinientherapie wird die regelmäßige Anwendung von topischen Kortikosteroiden sowie hochvolumigen Nasenspülungen mit Salzlösungen empfohlen. Bei Therapieversagen kann laut Leitlinie eine operative Sanierung oder im Einzelfall der Einsatz von Biologika erwogen werden.

Die Leitlinie bestätigt, dass eine Behandlung der akuten Rhinosinusitis mit einem patentierten Mischextrakt (BNO 1016) oder definierten Eukalyptusextrakten empfohlen werden kann. Für die chronische Form reicht die Evidenz für eine Empfehlung von Phytotherapeutika derzeit nicht aus.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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