HNO- und MKG-Infektionen: Parenterale Initialtherapie

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: PEG (2020)|Arzneimittel-Fachinformation|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die S2k-Leitlinie der Paul-Ehrlich-Gesellschaft (PEG) behandelt die kalkulierte parenterale Initialtherapie bakterieller Erkrankungen. Der Fokus liegt auf schweren Infektionen im Hals-, Nasen-, Ohren- und Mund-Kiefer-Gesichtsbereich bei Erwachsenen.

Schwere bakterielle Infektionen der Kopf-Hals-Region erfordern häufig eine sofortige parenterale Antibiotikagabe. Die Entscheidung hängt laut Leitlinie vom Schweregrad, dem Risiko einer Atemwegsverlegung und individuellen Begleiterkrankungen ab.

Sobald eine klinische Besserung eintritt, wird in der Regel eine Sequenztherapie mit oraler Medikamentengabe angestrebt. Eine mikrobiologische Erregerdiagnostik sollte bei schweren Verläufen stets versucht werden, um die Therapie im Verlauf gezielt anpassen zu können.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler im klinischen Alltag ist der unkritische Einsatz von Fluorchinolonen bei der Ohrmuschelperichondritis. Die Leitlinie betont, dass Ciprofloxacin und Levofloxacin aufgrund hoher Resistenzraten bei Pseudomonas aeruginosa nur bei einer echten Penicillin-Allergie verwendet werden sollten. Stattdessen wird primär der Einsatz von Piperacillin/Tazobactam oder Cefepim empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie kommen primär Amoxicillin/Clavulansäure oder Ampicillin/Sulbactam in Betracht. Begleitend wird initial eine hochdosierte Gabe von Kortikosteroiden empfohlen.

Die Leitlinie empfiehlt eine Gesamttherapiedauer von etwa 6 Wochen. Bei komplizierten Fällen wird initial eine dreiwöchige intravenöse Kombinationstherapie empfohlen, gefolgt von einer dreiwöchigen oralen Gabe.

Es wird eine Kombination aus Cefotaxim oder Ceftriaxon mit Metronidazol und Linezolid empfohlen. Bei einer Beta-Lactam-Allergie kann Levofloxacin als Alternative eingesetzt werden.

Bei unkomplizierten Verläufen ist ein Nachweis nicht zwingend erforderlich. Bei schweren Infektionen mit Ausbreitungstendenz, die parenteral therapiert werden müssen, wird eine mikrobiologische Diagnostik jedoch als unverzichtbar eingestuft.

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Quelle: PEG S2k Kalkulierte parenterale Initialtherapie - HNO- und MKG-Infektionen (PEG, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt. Vor jeder Anwendung oder Verschreibung muss die aktuelle Fachinformation konsultiert werden.

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