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Renale Denervation: Indikation und Patientenselektion

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK) kommentiert das Konsensuspapier der ESC und EAPCI zur renalen Denervation. Das Verfahren hat sich in den letzten Jahren durch neue scheinkontrollierte Studien als sicher und effektiv erwiesen.

Bisher wurde die renale Denervation in der Routinebehandlung nicht empfohlen. Aufgrund der aktuellen Datenlage stellt sie nun eine additive Therapieoption bei unkontrollierter arterieller Hypertonie dar.

Eine unzureichende Blutdruckkontrolle betrifft weiterhin viele Erkrankte, oft bedingt durch Non-Adhärenz. Interventionelle Ansätze bieten hier eine zusätzliche Möglichkeit zur kardiovaskulären Risikominimierung.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Das Konsensuspapier betont, dass es bislang keinen verlässlichen periprozeduralen Indikator für eine erfolgreiche renale Denervation gibt. Es wird darauf hingewiesen, dass die Therapieresistenz vor dem Eingriff zwingend durch eine Langzeitblutdruckmessung objektiviert werden muss, um eine Weißkittelhypertonie auszuschließen. Zudem wird empfohlen, bei der Punktion ein Ultraschallgerät zu verwenden und vaskuläre Komplikationen durch entsprechende Techniken zu vermeiden.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie ist das Verfahren bei therapieresistenter Hypertonie indiziert, die durch eine Langzeitblutdruckmessung bestätigt wurde. Auch bei Unverträglichkeiten oder Nichtadhärenz gegenüber Antihypertensiva kann der Eingriff erwogen werden.

Es wird eine nichtinvasive Bildgebung der Nierenarterien zur Planung empfohlen. Zudem muss eine sekundäre Hypertonie ausgeschlossen und die Nierenfunktion bestimmt werden.

Die Studien zeigen im Mittel eine Reduktion des systolischen Blutdrucks von etwa 5 mm Hg in der Langzeitmessung und 7,5 mm Hg in der Praxisblutdruckmessung. Die Leitlinie weist jedoch auf eine hohe individuelle Variabilität hin.

Der Eingriff sollte in spezialisierten Zentren durch erfahrene Interventionalisten erfolgen. Es wird ein spezifisches Training für die renale Denervation sowie die Einbindung eines multidisziplinären Hypertonieteams gefordert.

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Quelle: Kommentar zum Konsensuspapier zur renalen Denervation der Arbeitsgruppe Hypertonie der European Society of Cardiology (ESC) und der European (DGK (Deutsche Gesellschaft für Kardiologie)). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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