Prähospitales Atemwegsmanagement: Leitlinien-Empfehlung

Diese Leitlinie stammt aus 2019 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF / DGAI (2019)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Sicherung der Atemwege und eine suffiziente Beatmung gehören zu den zentralen, lebensrettenden Aufgaben in der Notfallmedizin. Ein nicht erfolgreiches Atemwegsmanagement führt unmittelbar zu Hypoxie, schweren Schäden und zum Tod des Patienten.

Das prähospitale Atemwegsmanagement ist aufgrund der unkontrollierten Umgebungsbedingungen und der fehlenden Rückfallebenen deutlich anspruchsvoller als unter elektiven klinischen Bedingungen. Daher erfordert es ein Höchstmaß an Expertise, standardisierten Abläufen und adäquater Ausrüstung.

Die vorliegende Leitlinie definiert Mindeststandards für die Ausstattung von Rettungsmitteln sowie für die Ausbildung des ärztlichen und nicht-ärztlichen Personals. Ziel ist es, durch klare Algorithmen und definierte Erfahrungsstufen die Patientensicherheit in der prähospitalen Notfallmedizin zu maximieren.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie ist die endotracheale Intubation im Rettungsdienst nur Anwendern vorbehalten, die mindestens 100 supervidierte Intubationen nachweisen können. Bei geringerer Expertise oder schwierigen Bedingungen wird primär der Einsatz von extraglottischen Atemwegen der zweiten Generation empfohlen. Zudem wird nachdrücklich betont, dass nach jeder invasiven Atemwegssicherung zwingend eine kontinuierliche Kapnografie zur Lagekontrolle und Beatmungssteuerung erfolgen soll.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt die endotracheale Intubation beim Erwachsenen als Goldstandard, sofern der Anwender über ausreichende Expertise (mindestens 100 supervidierte Intubationen) verfügt. Andernfalls wird primär die Verwendung eines extraglottischen Atemwegs empfohlen.

Es wird der primäre Einsatz eines Videolaryngoskops mit Macintosh-ähnlichem Spatel empfohlen. Dies ermöglicht laut Leitlinie sowohl eine direkte als auch eine indirekte videolaryngoskopische Sicht auf die Stimmbandebene.

Als primäre Technik bei Kindern wird die optimierte Beutel-Masken-Beatmung mit beidhändigem Esmarch-Handgriff (doppelter C-Griff) empfohlen. Bei Bedarf sollte gemäß Leitlinie primär eine Larynxmaske als extraglottischer Atemweg eingesetzt werden.

Ja, die Leitlinie fordert obligat die Anwendung der kontinuierlichen Kapnografie nach jeder invasiven Atemwegssicherung. Ein fehlendes CO2-Signal im Rahmen einer Reanimation muss durch ein zweites Verfahren verifiziert werden.

Es wird die Verwendung von extraglottischen Atemwegen der zweiten Generation empfohlen, da diese die Einlage einer Magensonde ermöglichen. Bei Kindern wird explizit die Larynxmaske empfohlen.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: S1-Leitlinie Prähospitales Atemwegsmanagement (AWMF 001-040) (AWMF / DGAI, 2019). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.