Polytrauma: Schockraummanagement und Erstversorgung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die S3-Leitlinie der AWMF zur Polytrauma- und Schwerverletzten-Behandlung dient der Optimierung der Struktur-, Prozess- und Ergebnisqualität. Ziel ist es, durch standardisierte Abläufe das bestmögliche Outcome für diese kritisch kranke Patientengruppe zu erreichen.

Der Versorgungsbereich erstreckt sich von der primären Diagnostik und Notfallversorgung am Unfallort über die Schockraumphase bis hin zur ersten operativen Versorgung in der Klinik.

Dabei wird ein interdisziplinärer und interprofessioneller Ansatz verfolgt. Die Leitlinie richtet sich an alle medizinischen Berufsgruppen, die an der Rettung und Behandlung von Schwerverletzten beteiligt sind.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass der letalen Trias aus Hypothermie, Azidose und Koagulopathie bereits prähospital konsequent begegnet werden soll. Es wird empfohlen, eine weitere Auskühlung strikt zu vermeiden, den hämorrhagischen Schock zielgerichtet zu therapieren und eine adäquate Oxygenierung sicherzustellen.

Häufig gestellte Fragen

Ein Tourniquet soll laut Leitlinie angewendet werden, wenn eine lebensgefährliche Blutung an den Extremitäten mit manueller Kompression oder einem Druckverband nicht zeitgerecht gestoppt werden kann.

Die Leitlinie nennt unter anderem einen systolischen Blutdruck unter 90 mmHg, eine Atemfrequenz unter 10 oder über 29 pro Minute sowie einen GCS von 12 oder weniger. Auch bestimmte Verletzungsmuster wie instabile Beckenfrakturen oder penetrierende Rumpfverletzungen erfordern eine Alarmierung.

Es wird der Einsatz von balancierten, isotonen kristallinen Vollelektrolytlösungen empfohlen, die idealerweise vorgewärmt sein sollten. Bei nicht beherrschbarer Blutung wird eine permissive Hypotension mit einem mittleren arteriellen Druck von ca. 65 mmHg angestrebt.

Eine Ganzkörper-CT wird bei Verdacht auf ein Polytrauma empfohlen, sofern keine sofort interventionspflichtige Situation vorliegt. Der systolische Blutdruck sollte für die Untersuchung laut Leitlinie nicht unter 60 mmHg liegen.

Zur Analgesie des spontanatmenden Patienten weisen Fentanyl, Ketamin und Morphin eine vergleichbare Effektivität auf. Auf Etomidat sollte als Einleitungshypnotikum aufgrund negativer Effekte auf die Nebennierenfunktion verzichtet werden.

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Quelle: S3-Leitlinie Polytrauma / Schwerverletzten-Behandlung (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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