DGOOCS2e2025Orthopädie

Distale Femurfrakturen: Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: DGOOC (2025)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die S2e-Leitlinie der DGOOC behandelt das Management distaler Femurfrakturen bei Erwachsenen. Diese Verletzungen machen etwa drei bis sechs Prozent aller Femurfrakturen aus.

Die Ätiologie unterscheidet sich stark nach Alter. Bei älteren Menschen dominieren Niedrig-Energie-Traumata bei verminderter Knochenqualität, während bei jüngeren Patienten meist Hochrasanztraumata mit direkter Krafteinwirkung vorliegen.

Zunehmend an Bedeutung gewinnen periprothetische Frakturen nach Oberflächenersatz des Kniegelenkes. Die Leitlinie schließt Frakturen bei Kindern und Jugendlichen mit offenen Wachstumsfugen explizit aus.

Vollständige Empfehlungen in der Originalleitlinie lesen
ClariMed durchsucht 14.000+ weitere Leitlinien
Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein drohendes Kompartmentsyndrom kann bei Regionalanästhesie oder patientenkontrollierter Analgesie (PCA) leicht übersehen oder verspätet diagnostiziert werden. Die Leitlinie betont zudem, dass bei offenen Frakturen die Wundinspektion ausschließlich unter sterilen Bedingungen erfolgen darf und mehrfache Inspektionen zu vermeiden sind.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie wird der Fixateur externe vor allem bei polytraumatisierten Patienten, bei kritischem Weichteilschaden oder bei Gefäßverletzungen empfohlen. Er dient in der Regel als vorübergehendes Implantat bis zur definitiven Osteosynthese.

Bei peri- oder subprothetischen distalen Femurfrakturen bei liegender Knie-TEP empfiehlt die Leitlinie die konventionelle oder winkelstabile Plattenosteosynthese. Dies gilt auch für peri-implantäre Frakturen nach intramedullärer Osteosynthese.

Die Leitlinie empfiehlt bei aseptischen Knochen- und Gelenkeingriffen eine perioperative Single-Shot-Antibiotikaprophylaxe. Eine längerfristige prophylaktische Gabe zeigt laut Evidenz keine Vorteile gegenüber der Einmalgabe.

Eine konservative Behandlung sollte auf Patienten mit Operationskontraindikationen sowie auf stabile, nicht dislozierte Frakturen beschränkt bleiben. Zur Immobilisation wird dann eine Cast- oder Orthesen-Ruhigstellung empfohlen.

Bei klinischem Verdacht auf eine arterielle Gefäßverletzung soll laut Leitlinie zwingend ein bildgebendes Verfahren durchgeführt werden. Hierfür eignen sich die Doppler-Sonographie oder ein Angio-CT.

War diese Zusammenfassung hilfreich?

Quelle: DGOOC: Distale Femurfrakturen (DGOOC, 2025). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

Verwandte Leitlinien

Über Google hier gelandet?

ClariMed durchsucht alle medizinischen Leitlinien

AWMF, NVL, NICE, WHO, ESC, KDIGO - Quellenzitiert, kostenlos. Speichern Sie Ihren Verlauf auf allen Geräten mit einem kostenlosen Konto.

Kostenloses Konto erstellen
Keine Kreditkarte. DSGVO-konform. In Deutschland gehostet.