Pirfenidon (Esbriet): Lebertoxizität und Monitoring
Hintergrund
Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) hat in der Drug Safety Mail 2020-57 einen Rote-Hand-Brief zu Pirfenidon (Esbriet®) veröffentlicht. Der Wirkstoff wird zur Behandlung der idiopathischen pulmonalen Fibrose (IPF) eingesetzt.
Hintergrund der Sicherheitswarnung sind Berichte über schwere arzneimittelinduzierte Leberschäden (Drug-Induced Liver Injury, DILI) unter der Therapie. Dabei wurden auch Fälle mit tödlichem Ausgang gemeldet.
Aufgrund dieser schwerwiegenden Risiken wurden die Vorgaben zur Überwachung der Leberfunktion verschärft. Zudem steht für verschreibende Ärzte ein Schulungsmaterial mit einer Sicherheitscheckliste zur Verfügung.
💡Praxis-Tipp
Es wird empfohlen, bei unspezifischen Symptomen wie Müdigkeit oder Appetitlosigkeit unter Pirfenidon-Therapie differenzialdiagnostisch an einen arzneimittelinduzierten Leberschaden (DILI) zu denken. In solchen Fällen sollte umgehend eine Kontrolle der Leberwerte (ALT, AST, Bilirubin) veranlasst werden, um potenziell tödliche Verläufe zu verhindern.
Häufig gestellte Fragen
Laut Rote-Hand-Brief müssen die Leberwerte in den ersten sechs Monaten der Therapie einmal monatlich kontrolliert werden. Danach wird eine Überprüfung alle drei Monate über die gesamte Therapiedauer empfohlen.
Vor Beginn der Behandlung müssen die hepatischen Transaminasen (ALT und AST) gemessen werden. Zusätzlich wird die Bestimmung des Bilirubinspiegels gefordert.
Erste Anzeichen für einen arzneimittelinduzierten Leberschaden können Müdigkeit, Anorexie und Beschwerden im rechten Oberbauch sein. Auch dunkler Urin oder eine Gelbsucht werden als Warnsymptome genannt.
Bei einem erheblichen Anstieg der Leberwerte oder klinischen Symptomen eines Leberschadens wird eine sofortige klinische Bewertung empfohlen. Die Dosis muss gemäß Fachinformation angepasst oder die Therapie dauerhaft abgesetzt werden.
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Quelle: AkdÄ: Rote-Hand-Brief zu Esbriet® (Pirfenidon): Wichtiges (AkdÄ, 2020). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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