Perioperative Hypothermie: Prävention & Wärmemanagement

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die unbeabsichtigte perioperative Hypothermie (Körperkerntemperatur unter 36 °C) ist eine häufige Komplikation bei chirurgischen Eingriffen. Sie betrifft Patienten sowohl in Allgemein- als auch in Regionalanästhesie.

Laut AWMF-Leitlinie führt eine Auskühlung zu schwerwiegenden klinischen Folgen. Dazu zählen eine erhöhte Letalität, kardiale Komplikationen, Gerinnungsstörungen mit erhöhtem Transfusionsbedarf sowie Wundheilungsstörungen.

Das Ziel des perioperativen Wärmemanagements ist der Erhalt der Normothermie. Dies erfordert ein strukturiertes Vorgehen von der präoperativen Vorbereitung bis zur postoperativen Überwachung.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler im klinischen Alltag ist die Verwendung von Infrarot-Ohrthermometern zur perioperativen Temperaturüberwachung. Die Leitlinie rät von dieser Methode ausdrücklich ab, da sie unzuverlässige Werte liefert und eine Hypothermie maskieren kann. Stattdessen wird für die prä- und postoperative Phase die sublinguale Messung in der hinteren Sublingualtasche als verlässliche und einfache Alternative empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie ist eine perioperative Hypothermie definiert als ein Absinken der Körperkerntemperatur auf unter 36,0 °C. Dieser Grenzwert gilt als klinisch relevant für das Auftreten von Komplikationen.

Es wird empfohlen, Patienten idealerweise für 30 Minuten mit 40 bis 44 °C warmer Luft vorzuwärmen. Auch kürzere Zeiträume von mindestens 10 Minuten zeigen bereits einen positiven Effekt auf den Erhalt der Normothermie.

Die Leitlinie empfiehlt den Einsatz einer intraoperativen Infusionswärmung bei Infusionsraten von mehr als 500 ml pro Stunde. Hierbei wird die sogenannte Inline-Wärmung bevorzugt.

Die rektale Temperaturmessung wird bei Erwachsenen perioperativ nicht empfohlen. Sie weist eine hohe Messlatenz auf, kann durch Stuhl verfälscht werden und birgt das Risiko von Verletzungen.

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Quelle: Vermeidung von perioperativer Hypothermie (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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