Peri- und Postmenopause: Diagnostik und Therapie (HRT)
Hintergrund
Die AWMF S3-Leitlinie "Peri- und Postmenopause – Diagnostik und Interventionen" bietet evidenzbasierte Empfehlungen zur Beratung und Behandlung von Frauen in dieser Lebensphase. Im Zentrum stehen die Linderung klimakterischer Beschwerden sowie die Abwägung von Nutzen und Risiken einer Hormonersatztherapie (HRT).
Vasomotorische Symptome wie Hitzewallungen und Schweißausbrüche gehören zu den häufigsten Beschwerden. Zudem können urogenitale Atrophie, Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen die Lebensqualität erheblich einschränken.
Die Leitlinie betont die Wichtigkeit einer partizipativen Entscheidungsfindung. Dabei sollen individuelle Risikoprofile, Präferenzen und Behandlungsziele sorgfältig gegeneinander abgewogen werden.
💡Praxis-Tipp
Laut Leitlinie wird häufig übersehen, dass eine systemische Hormonersatztherapie eine bestehende Harninkontinenz verschlechtern oder neu auslösen kann. Es wird empfohlen, Frauen vor Therapiebeginn explizit über dieses Risiko aufzuklären. Bei urogenitalen Beschwerden oder rezidivierenden Harnwegsinfekten zeigt hingegen eine lokale, vaginale Östrogentherapie positive Effekte.
Häufig gestellte Fragen
Die Leitlinie empfiehlt, die Diagnose bei Frauen über 45 Jahren rein anhand klinischer Parameter wie Zyklusveränderungen und Hitzewallungen zu stellen. Eine Hormonbestimmung (FSH) ist in dieser Altersgruppe nicht erforderlich.
Laut Leitlinie kann eine kombinierte Östrogen-Gestagen-Therapie das Brustkrebsrisiko geringfügig erhöhen. Das Risiko ist abhängig von der Behandlungsdauer und sinkt nach dem Absetzen der Therapie wieder ab.
Es wird die Anwendung von Befeuchtungs- und Gleitmitteln empfohlen, die bei Bedarf mit einer lokalen, vaginalen Östrogentherapie kombiniert werden können. Die lokale Therapie gilt als effektiv und sicher.
Die Leitlinie bestätigt, dass eine Hormonersatztherapie das Risiko für osteoporotische Frakturen signifikant senkt. Sie kann zur Prävention eingesetzt werden, wenn andere Medikamente nicht vertragen werden oder gleichzeitig klimakterische Beschwerden bestehen.
Bei hysterektomierten Frauen wird eine reine Östrogentherapie (Monotherapie) empfohlen. Die zusätzliche Gabe eines Gestagens ist laut Leitlinie nicht erforderlich, da kein Endometriumkarzinomrisiko mehr besteht.
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Quelle: Peri- und Postmenopause - Diagnostik und Interventionen (AWMF). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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