Hormonersatztherapie (HRT): Risiken und Indikation

Diese Leitlinie stammt aus 2002 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: BfArM (2002)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Diese Zusammenfassung basiert auf einer Arzneimittel-Sicherheitswarnung des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) aus dem Jahr 2002. Anlass war der Abbruch eines Arms der Women's Health Initiative (WHI)-Studie zur Hormonersatztherapie (HRT) mit Östrogen-Gestagen-Kombinationen.

In der Studie zeigte sich ein ungünstiges Nutzen-Schaden-Verhältnis für die untersuchte Kombinationstherapie bei postmenopausalen Frauen. Es traten vermehrt Fälle von Brustkrebs, koronarer Herzkrankheit, Schlaganfällen und venösen Thromboembolien auf.

Obwohl die Studie auch eine Reduktion von Kolonkarzinomen und Knochenbrüchen zeigte, überwogen laut BfArM die schwerwiegenden kardiovaskulären und onkologischen Risiken. Die Warnung fordert eine strenge Indikationsstellung für die Verordnung von HRT-Präparaten.

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💡Praxis-Tipp

Es wird dringend darauf hingewiesen, dass das Brustkrebsrisiko unter einer Hormonersatztherapie mit zunehmender Behandlungsdauer ansteigt. Daher wird empfohlen, bei Patientinnen mit einer Therapiedauer von über einem Jahr die Indikation kritisch zu überprüfen und regelmäßige Auslassversuche in Betracht zu ziehen.

Häufig gestellte Fragen

Das BfArM empfiehlt, die Anwendungsdauer so kurz wie möglich zu halten, idealerweise nur ein bis zwei Jahre. Es wird geraten, regelmäßige Auslassversuche durchzuführen, um die Notwendigkeit der Fortführung zu prüfen.

Nein, die Daten der WHI-Studie zeigen im Gegenteil ein erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse wie Herzinfarkte und Schlaganfälle. Eine Verordnung zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ist laut Warnung nicht gerechtfertigt.

Bei urogenitalen Rückbildungserscheinungen durch Östrogenmangel wird empfohlen, primär topische Präparate in Betracht zu ziehen. Diese wirken lokal und vermeiden die systemischen Risiken einer oralen Kombinationstherapie.

Bei Frauen ohne erhöhtes Osteoporoserisiko wird von einer Verordnung abgeraten. Bei Frauen mit erhöhtem Frakturrisiko wird empfohlen, alternative Therapieoptionen zu prüfen.

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Quelle: Hormonersatztherapie bei Frauen in und nach den Wechseljahren mit Östrogen-Gestagen-Kombinationen (BfArM, 2002). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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