Pädiatrische Sepsis: Diagnostik und Therapieempfehlung

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Sepsis ist ein klinisches Syndrom, das durch eine multisystemische Entzündungsreaktion (SIRS) auf eine Infektion gekennzeichnet ist. Bei Kindern jenseits der Neonatalperiode stellt die schwere Sepsis weiterhin eine lebensbedrohliche Erkrankung mit relevanter Mortalität dar.

Die Diagnose basiert auf dem Nachweis eines SIRS in Kombination mit einer nachweislichen oder stark vermuteten Infektion. Da Kinder ihren systemischen Blutdruck im Schockzustand oft länger stabil halten als Erwachsene, ist die frühzeitige Erkennung von Mikrozirkulationsstörungen essenziell.

Die vorliegende AWMF-Leitlinie definiert Standards für die rasche Diagnostik und strukturierte Therapie. Ein besonderer Fokus liegt auf der zeitkritischen antimikrobiellen Behandlung und der differenzierten hämodynamischen Stabilisierung.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie betont, dass Kinder ihren Blutdruck im beginnenden Schock oft lange aufrechterhalten. Es wird daher empfohlen, sich bei der klinischen Einschätzung primär auf die Kapillarfüllungszeit und periphere Perfusion zu verlassen. Zudem wird darauf hingewiesen, dass eine notwendige Katecholamintherapie (z.B. mit Noradrenalin) zur Vermeidung von Zeitverlusten initial auch über einen peripheren Venenzugang gestartet werden kann.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie müssen für ein SIRS mindestens zwei von vier Kriterien (Temperatur, Herzfrequenz, Atemfrequenz, Leukozyten) erfüllt sein. Dabei muss zwingend eine abnormale Körpertemperatur oder eine pathologische Leukozytenzahl vorliegen.

Es wird empfohlen, die intravenöse Antibiotikagabe möglichst innerhalb von einer Stunde nach Auftreten der ersten Symptome zu starten. Zuvor sollten idealerweise Blutkulturen abgenommen werden, was die Therapie jedoch nicht verzögern darf.

Die Leitlinie empfiehlt für die initiale Volumentherapie balancierte kristalloide Lösungen in einer Dosierung von 20 ml/kg als Bolus. Von unbalancierten Lösungen wie 0,9% NaCl oder Kolloiden wie Hydroxyethylstärke (HES) wird abgeraten.

Eine routinemäßige Gabe von Glukokortikoiden wird nicht empfohlen. Der Einsatz von Steroiden ist laut Leitlinie Patienten mit nachgewiesenem absolutem Hypokortisolismus oder therapierefraktärem septischem Schock vorbehalten.

Bei schweren Infektionen empfiehlt die Leitlinie initial 60 mg/kg/Tag. Ein therapeutisches Drug Monitoring zur Bestimmung der Talspiegel wird dringend angeraten, um eine Unterdosierung oder Nephrotoxizität zu vermeiden.

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Quelle: Sepsis bei Kindern jenseits der Neonatalperiode (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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