Okklusionsschienen bei CMD: Indikation und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-Leitlinie behandelt den Einsatz von Okklusionsschienen zur Therapie der craniomandibulären Dysfunktion (CMD) sowie zur präprothetischen Austestung der Kieferrelation. Die CMD umfasst Schmerzen der Kaumuskulatur und Kiefergelenke sowie funktionelle Einschränkungen des Kausystems.

Die Wirkung von Okklusionsschienen beruht auf biomechanischen Veränderungen, der Reorganisation neuromuskulärer Rekrutierungsmuster und der Entlastung von Gelenkstrukturen. Die Schienentherapie ist oft Teil eines multimodalen Konzepts, das auch Physiotherapie, Aufklärung und Selbstmanagement umfasst.

Bei Kindern unter 10 Jahren gibt es laut Leitlinie keine ausreichende Evidenz für den Einsatz von Okklusionsschienen. Während der Wechselgebissphase wird von einer Anwendung über mehr als drei Monate abgeraten, um das Kieferwachstum nicht zu beeinträchtigen.

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt davor, eine durch Schienen erreichte Schmerzfreiheit als alleinige Indikation für eine umfangreiche, definitive prothetische Rehabilitation zu werten. Es wird empfohlen, die Schiene nach Abklingen der Symptomatik allmählich abzusetzen, da irreversible okklusale Veränderungen nur in sehr seltenen Ausnahmefällen medizinisch notwendig sind. Zudem wird bei der Nachsorge die Analyse der Nutzungsspuren (Schlifffacetten) auf der Schiene als essenzieller Indikator für fortbestehende Parafunktionen hervorgehoben.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie können Schienen sowohl im Ober- als auch im Unterkiefer eingesetzt werden. Bei einer Anwendung im Wachzustand wird aus ästhetischen und phonetischen Gründen oft der Unterkiefer bevorzugt.

Bei einer Anwendung von mehr als vier Wochen werden harte Schienen empfohlen. Weiche Schienen können bei Bruxismus kontraindiziert sein, da sie die Muskelaktivität erhöhen können.

Die Leitlinie empfiehlt im Seitenzahnbereich standardmäßig eine Schichtstärke von ca. 2 mm. Bei Gelenkschmerzen oder Therapieversagen kann eine Erhöhung auf ca. 4 mm erwogen werden.

Es wird empfohlen, Reflexschienen nur für wenige Wochen und unter engmaschiger Kontrolle einzusetzen. Bei längerer Tragedauer besteht ein hohes Risiko für ungewollte Zahnbewegungen und Okklusionsstörungen.

Der Einsatz wird bei Arthralgien, symptomatischer Kondylenpositionsänderung oder intermittierender Kieferklemme empfohlen. Ziel ist die zeitbefristete Entlastung der Gelenkstrukturen.

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Quelle: Okklusionsschienen zur Behandlung craniomandibulärer Dysfunktionen und zur präprothetischen Therapie (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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