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Schlaganfall-Rehabilitation: NICE-Leitlinie 2023

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf NICE Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Die Rehabilitation sollte mindestens 3 Stunden täglich an mindestens 5 Tagen pro Woche stattfinden.
  • Early Supported Discharge (ESD) ist indiziert, wenn Patienten sich mindestens mit Hilfe in einen Stuhl umsetzen können.
  • Robotik-gestütztes Armtraining wird für die obere Extremität nicht empfohlen.
  • Bei fokaler Spastik der oberen Extremität ist Botulinumtoxin A (Dysport oder Xeomin) eine Therapieoption.
  • Ein standardisiertes Screening auf Kommunikationsstörungen muss innerhalb von 72 Stunden erfolgen.
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Hintergrund

Die Rehabilitation nach einem Schlaganfall erfordert ein koordiniertes, multidisziplinäres Team (MDT). Ziel ist es, funktionelle Einschränkungen frühzeitig zu erkennen und durch zielgerichtete Therapien die Selbstständigkeit und Lebensqualität der Patienten zu maximieren.

Organisation und Entlassung

Die Behandlung sollte in einer spezialisierten Stroke Unit oder einer neurologischen Rehabilitationsklinik beginnen. Für die Verlegung in das häusliche Umfeld wird das Early Supported Discharge (ESD) empfohlen.

  • Voraussetzung für ESD: Der Patient kann sich selbstständig oder mit Hilfe vom Bett in einen Stuhl umsetzen.
  • Bedingung: Die Therapie muss zu Hause in der gleichen Intensität fortgeführt werden wie im Krankenhaus.

Therapieintensität

Die Leitlinie fordert eine hohe Frequenz der Rehabilitationsmaßnahmen:

  • Mindestens 3 Stunden täglich an mindestens 5 Tagen pro Woche.
  • Die Zeit umfasst eine Kombination aus Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie.
  • Die Einheiten müssen an die medizinischen Bedürfnisse (z. B. Fatigue) und die Tagesform angepasst werden.

Diagnostik und Assessments

Eine strukturierte Erfassung von Defiziten ist essenziell. Folgende Assessments und Zeitpunkte werden empfohlen:

BereichEmpfohlenes Assessment / ToolZeitpunkt
KommunikationStandardisiertes Screening-ProtokollInnerhalb von 72 Stunden
SehenOrthoptistisches AssessmentSo früh wie möglich (vor Entlassung)
HörenHandicap Hearing Inventory, Amsterdam InventoryInnerhalb der ersten 6 Wochen
FatigueFatigue Severity Scale, Fatigue Assessment Scale, Modified Fatigue Impact ScaleFrühphase & 6-Monats-Review

Motorische Rehabilitation

Die Behandlung motorischer Defizite sollte durch spezialisierte Physiotherapeuten und Ergotherapeuten erfolgen.

InterventionIndikation / KriterienBemerkung
Constraint-induced movement therapy20° Handgelenksextension, 10° FingerextensionAuf Nebenwirkungen (Stürze, Fatigue) achten
SpiegeltherapieMuskelschwäche (obere/untere Extremität)Start <6 Monate, 30 Min, 5x/Woche über 4 Wochen
LaufbandtrainingGehfähige Patienten (mit/ohne Hilfe)Auch als Gruppen-Zirkeltraining möglich
Robotik-gestütztes ArmtrainingNicht empfohlenSollte nicht routinemäßig angeboten werden

Hinweis zu Orthesen: Handgelenks- und Handorthesen sollen nicht routinemäßig eingesetzt werden, sondern nur bei spezifischen Risiken (z. B. Kontrakturgefahr bei hoher Spastik).

Management von Spastik und Schmerz

SymptomTherapieoptionenSpezifische Dosierung / Hinweise
Fokale Spastik (Arm)Botulinumtoxin ADysport (bis 1.000 U) oder Xeomin (bis 400 U) max. alle 3 Monate
Generalisierte SpastikOrales BaclofenEngmaschiges Monitoring auf Nebenwirkungen
SchulterschmerzTaping, NMES, Corticosteroid-Injektion, NervenblockadePositionsanpassung als Basismaßnahme

Schluckstörungen und Mundpflege

  • Mundpflege: Mindestens zweimal täglich Zähne und Zahnfleisch putzen (ggf. elektrisch) zur Prävention von Aspirationspneumonien.
  • Dysphagie: Verhaltensübungen (z. B. "Chin tuck") an mindestens 5 Tagen pro Woche anbieten. Medikamentenformen bei Schluckbeschwerden anpassen.

💡Praxis-Tipp

Führen Sie ein Screening auf Kommunikationsstörungen strikt innerhalb der ersten 72 Stunden durch. Planen Sie die Therapieintensität interdisziplinär so, dass der Patient auf mindestens 3 Stunden aktive Therapie pro Tag kommt.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt mindestens 3 Stunden Therapie pro Tag an mindestens 5 Tagen pro Woche, aufgeteilt auf verschiedene Disziplinen wie Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie.
Patienten, die sich selbstständig oder mit Hilfe vom Bett in einen Stuhl umsetzen können und ein sicheres häusliches Umfeld haben.
Nein, die aktuelle NICE-Leitlinie rät vom routinemäßigen Einsatz von robotik-gestütztem Armtraining ab.
Empfohlen werden die Fatigue Severity Scale, die Fatigue Assessment Scale oder die Modified Fatigue Impact Scale.
Es kann Botulinumtoxin A (z.B. Dysport bis 1.000 Einheiten oder Xeomin bis 400 Einheiten) maximal alle 3 Monate eingesetzt werden.

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