Neuro-urologie bei Querschnittlähmung: Therapie & OP

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-S2k-Leitlinie behandelt die neuro-urologische Versorgung von Patienten mit Querschnittlähmung. Eine Schädigung des Rückenmarks führt häufig zu komplexen Störungen des unteren Harntraktes, der Darm- und Sexualfunktion.

Bleiben diese neurogenen Funktionsstörungen unversorgt, drohen schwerwiegende medizinische Komplikationen wie ein Nierenfunktionsverlust. Zudem resultiert eine gravierende Einschränkung der Lebensqualität.

Die Leitlinie betont die Notwendigkeit einer lebenslangen, individualisierten und risikoadaptierten Nachsorge. Diese dient der Früherkennung und Prävention von neuro-urologischen Komplikationen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt eindringlich vor der lebensbedrohlichen autonomen Dysreflexie, die bei Läsionen oberhalb von T6 auftreten kann. Es wird darauf hingewiesen, dass der Blutdruck extrem hohe Werte erreichen kann, ohne dass dies bemerkt wird. Als häufigste Auslöser werden eine Überdehnung der Harnblase oder Manipulationen an Harnblase und Darm genannt, weshalb die sofortige Beseitigung dieser triggernden Reize empfohlen wird.

Häufig gestellte Fragen

Da klassische Symptome oft fehlen, stützt sich die Diagnostik laut Leitlinie auf klinische Zeichen wie trüben oder übelriechenden Urin. Laborchemisch wird ein klinisch relevanter Infekt ab einer Bakteriurie von 100.000 KBE/ml und einer Leukozyturie von 100/mm3 definiert.

Die Leitlinie rät von einer generellen antibiotischen Therapie bei asymptomatischer Bakteriurie ab. Eine Behandlung wird nur vor diagnostischen oder operativen Eingriffen empfohlen, bei denen das Risiko einer Urothel-Verletzung besteht.

Als risikoärmste Methode zur Harnblasenentleerung in der chronischen Phase wird der intermittierende Einmalkatheterismus in aseptischer Technik empfohlen. Von transurethralen Dauerkathetern wird aufgrund der Langzeitrisiken abgeraten.

Da das Serumkreatinin bei geringer Muskelmasse unzuverlässig ist, empfiehlt die Leitlinie andere Methoden. Zur Routinekontrolle sollten die endogene Kreatininclearance mittels 24h-Sammelurin oder eine Nierenszintigraphie herangezogen werden.

Als Therapie der ersten Wahl werden orale PDE-5-Hemmer empfohlen, sofern noch residuale Funktionen des unteren motorischen Neurons erhalten sind. Alternativ wird die lokale Schwellkörperinjektionstherapie (SKIT) mit Alprostadil genannt.

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Quelle: Neuro-urologische Versorgung querschnittgelähmter Patienten (AWMF). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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