WHO2024

NCD-Prävention: Fiskalische Ernährungsinterventionen

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: WHO (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die WHO-Leitlinie von 2024 adressiert die globale Belastung durch Fehlernährung und ernährungsbedingte nichtübertragbare Krankheiten (NCDs). Die Erschwinglichkeit von Lebensmitteln ist ein zentraler Faktor, der das Kauf- und Konsumverhalten maßgeblich beeinflusst.

Es besteht ein inverser Zusammenhang zwischen Lebensmittelpreisen und deren Konsum. Fiskalpolitische Maßnahmen können daher genutzt werden, um den Verzehr ungesunder Produkte zu verringern und gesunde Alternativen zu fördern.

Die Leitlinie fokussiert sich auf Verbrauchssteuern für zuckergesüßte Getränke und ungesunde Lebensmittel. Zudem werden gezielte Subventionen auf Einzelhandelsebene für gesundheitsförderliche Lebensmittel bewertet.

Empfehlungen

Die WHO-Leitlinie formuliert drei Kernempfehlungen zur Anpassung des Lebensmittelumfelds. Die Maßnahmen und ihre Empfehlungsgrade stellen sich wie folgt dar:

MaßnahmeZielproduktEmpfehlungsgrad
Steuer auf GetränkeZuckergesüßte alkoholfreie Getränke (SSBs)Stark
Steuer auf LebensmittelProdukte mit viel Zucker, Salz, gesättigten FettenBedingt
SubventionenGesundheitsförderliche Lebensmittel (z.B. Obst, Gemüse)Bedingt

Zuckergesüßte Getränke (SSBs)

Es wird die Einführung einer Steuer auf zuckergesüßte Getränke empfohlen. Dies umfasst alle alkoholfreien Getränke, die freie Zucker enthalten.

Dazu zählen laut Leitlinie unter anderem:

  • Kohlensäurehaltige und stille Erfrischungsgetränke

  • Frucht- und Gemüsesäfte sowie Nektare

  • Energie- und Sportgetränke

  • Aromatisierte Wässer und trinkfertige Tees oder Kaffees

Ungesunde Lebensmittel

Die Leitlinie schlägt vor, Lebensmittel zu besteuern, die nicht zu einer gesunden Ernährung beitragen. Dies betrifft Produkte mit einem hohen Gehalt an gesättigten Fettsäuren, Transfettsäuren, freiem Zucker oder Salz.

Zur Definition der zu besteuernden Produkte wird die Nutzung von Nährwertprofilmodellen empfohlen. Diese sollten auf anerkannten nationalen oder internationalen Ernährungsrichtlinien basieren.

Subventionen für gesunde Lebensmittel

Es wird vorgeschlagen, Lebensmittel zu subventionieren, die zu einer gesunden Ernährung beitragen. Ziel ist es, finanzielle Anreize auf Einzelhandelsebene zu schaffen.

Mögliche Instrumente für diese Subventionen umfassen:

  • Rabatte und Preisnachlässe

  • Gutscheine oder Coupons für Zielgruppen

  • Reduzierung der Mehrwertsteuer auf gesunde Produkte

Umsetzung und Gestaltung

Die Wirksamkeit einer Steuer hängt stark von ihrer Gestaltung ab. Spezifische Verbrauchssteuern (Mengensteuern) führen laut Leitlinie eher zu Preiserhöhungen und senken den Konsum effektiver als Wertsteuern.

Es wird betont, dass Steuersätze ausreichend hoch sein müssen, um den Konsum spürbar zu reduzieren. Zudem sollten Steuern regelmäßig an die Inflation und das Einkommenswachstum angepasst werden.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Hinweis der Leitlinie ist die Vorbereitung auf Widerstände aus der Lebensmittelindustrie. Es wird empfohlen, wissenschaftliche Evidenz strategisch zu nutzen und sektorübergreifende Koalitionen zu bilden. Zudem erhöht die Zweckbindung der Steuereinnahmen für Gesundheitsprogramme die öffentliche Akzeptanz der Maßnahmen erheblich.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie definiert zuckergesüßte Getränke als alle alkoholfreien Getränke mit freien Zuckern. Dies schließt auch 100-prozentige Fruchtsäfte, aromatisierte Milchgetränke und pflanzliche Milchersatzprodukte ein.

Die Leitlinie nennt keinen exakten Prozentsatz, betont aber, dass der Steuersatz ausreichend hoch sein muss, um eine Verhaltensänderung zu bewirken. Modellierungen deuten darauf hin, dass höhere Steuersätze zu größeren gesundheitlichen Vorteilen führen.

Die Leitlinie hält fest, dass einkommensschwache Bevölkerungsgruppen zwar finanziell stärker belastet werden könnten, sie aber auch am meisten von den gesundheitlichen Vorteilen profitieren. Um Ungleichheiten abzufedern, wird vorgeschlagen, die Steuereinnahmen für gezielte Subventionen gesunder Lebensmittel zu nutzen.

Es wird darauf hingewiesen, dass spezifische Verbrauchssteuern, die auf dem Volumen oder dem Zuckergehalt basieren, effektiver sind als allgemeine Umsatzsteuern. Gestaffelte Steuersysteme können zudem die Industrie dazu anregen, den Zuckergehalt ihrer Produkte zu reduzieren.

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Quelle: Fiscal policies to promote healthy diets: WHO guideline (WHO, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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