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WHO2023

Gesaettigte & Transfette: Leitlinie (WHO 2023)

KI-generierte Zusammenfassung · Basiert auf WHO Leitlinie · Erstellt: April 2026 · Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

📋Auf einen Blick

  • Die Aufnahme gesaettigter Fettsaeuren (SFA) sollte auf maximal 10 % der Gesamtenergiezufuhr reduziert werden.
  • Die Aufnahme von Transfettsaeuren (TFA) sollte auf maximal 1 % der Gesamtenergiezufuhr begrenzt werden.
  • SFA sollten bevorzugt durch mehrfach ungesaettigte Fettsaeuren (PUFA) ersetzt werden.
  • TFA sollten durch mehrfach oder einfach ungesaettigte Fettsaeuren pflanzlichen Ursprungs ersetzt werden.
  • Eine Reduktion von SFA und TFA senkt das LDL-Cholesterin und das Risiko fuer Herz-Kreislauf-Erkrankungen signifikant.
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Hintergrund

Herz-Kreislauf-Erkrankungen (CVD) sind weltweit die fuehrende Todesursache. Die Aufnahme von gesaettigten Fettsaeuren (SFA) und Transfettsaeuren (TFA) traegt massgeblich zur Entstehung bei.

  • SFA finden sich primaer in tierischen Lebensmitteln (Milchprodukte, Fleisch, Eigelb) sowie einigen pflanzlichen Fetten.
  • TFA entstehen industriell durch partielle Hydrierung von Pflanzen- und Fischoelen, kommen aber auch natuerlich in Fleisch und Milchprodukten von Wiederkaeuern vor.

Empfehlungen zu gesaettigten Fettsaeuren (SFA)

Die WHO gibt folgende Empfehlungen fuer Erwachsene und Kinder zur Reduktion von SFA:

  • Reduktion auf 10 %: Die Aufnahme von SFA sollte auf maximal 10 % der Gesamtenergiezufuhr reduziert werden (starke Empfehlung).
  • Weitere Reduktion auf <10 %: Eine weitere Reduktion auf unter 10 % der Gesamtenergiezufuhr wird nahegelegt (bedingte Empfehlung).
  • Ersatz durch gesuendere Alternativen: SFA sollten in der Ernaehrung ersetzt werden durch:
    • Mehrfach ungesaettigte Fettsaeuren (PUFA) (starke Empfehlung)
    • Einfach ungesaettigte Fettsaeuren (MUFA) aus pflanzlichen Quellen (bedingte Empfehlung)
    • Kohlenhydrate aus Lebensmitteln mit natuerlich vorkommenden Ballaststoffen wie Vollkornprodukten, Gemuese, Obst und Huelsenfruechten (bedingte Empfehlung)

Empfehlungen zu Transfettsaeuren (TFA)

Fuer Transfettsaeuren (sowohl industriell als auch von Wiederkaeuern) gelten folgende Zielwerte fuer Erwachsene und Kinder:

  • Reduktion auf 1 %: Die Aufnahme von TFA sollte auf maximal 1 % der Gesamtenergiezufuhr reduziert werden (starke Empfehlung).
  • Weitere Reduktion auf <1 %: Eine weitere Reduktion auf unter 1 % der Gesamtenergiezufuhr wird empfohlen (bedingte Empfehlung).
  • Ersatz durch ungesaettigte Fettsaeuren: TFA sollten durch mehrfach ungesaettigte Fettsaeuren (PUFA) oder einfach ungesaettigte Fettsaeuren (MUFA), primaer aus pflanzlichen Quellen, ersetzt werden (bedingte Empfehlung).

Effekte des Makronaehrstoff-Ersatzes

Der Austausch von SFA und TFA hat unterschiedliche Auswirkungen auf das kardiovaskulaere Risiko und die Blutfettwerte.

Zu ersetzender NaehrstoffErsatzstoffBeobachteter Effekt (Evidenz)
SFAMehrfach ungesaettigte Fettsaeuren (PUFA)Senkung von LDL-Cholesterin, Reduktion des CVD-Risikos
SFAPflanzliche einfach ungesaettigte Fettsaeuren (MUFA)Senkung von LDL-Cholesterin, Reduktion des CVD-Risikos
SFAKohlenhydrate (Vollkorn, ballaststoffreich)Senkung von LDL-Cholesterin, leichte Reduktion des CVD-Risikos
SFAGemischtes oder tierisches ProteinErhoehung des Risikos fuer koronare Herzkrankheiten
TFAPUFA oder pflanzliche MUFASenkung von LDL-Cholesterin, Reduktion des CVD- und Typ-2-Diabetes-Risikos

Auswirkungen bei Kindern

Die Reduktion der SFA-Aufnahme bei Kindern fuehrt zu einer signifikanten Senkung des Gesamtcholesterins, des LDL-Cholesterins und des diastolischen Blutdrucks. Es gibt keine Hinweise auf negative Effekte einer reduzierten SFA- oder TFA-Aufnahme auf das Laengenwachstum, den Mikronaehrstoffstatus, die kognitive oder sexuelle Entwicklung von Kindern.

💡Praxis-Tipp

Raten Sie Patienten nicht nur zur Reduktion von gesaettigten Fettsaeuren, sondern geben Sie konkrete Ersatzstoffe vor (z. B. pflanzliche Oele statt Butter). Ein Ersatz durch tierische Proteine oder raffinierte Kohlenhydrate bringt keinen kardiovaskulaeren Nutzen.

Häufig gestellte Fragen

Die WHO empfiehlt fuer Erwachsene und Kinder eine Reduktion auf maximal 10 % der Gesamtenergiezufuhr, idealerweise sogar darunter.
Die Aufnahme von Transfettsaeuren sollte maximal 1 % der taeglichen Gesamtenergiezufuhr betragen.
Bevorzugt durch mehrfach ungesaettigte Fettsaeuren (PUFA), pflanzliche einfach ungesaettigte Fettsaeuren (MUFA) oder ballaststoffreiche Kohlenhydrate (Vollkorn, Gemuese).
Nein, die Evidenz zeigt, dass eine Reduktion von gesaettigten Fettsaeuren bei Kindern das LDL-Cholesterin senkt, ohne das Wachstum oder die kognitive Entwicklung zu beeintraechtigen.
Ja, die Empfehlung von maximal 1 % der Gesamtenergiezufuhr schliesst alle Transfettsaeuren ein, unabhaengig davon, ob sie industriell hergestellt wurden oder von Wiederkaeuern stammen.

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