Myokard-Perfusions-SPECT: Indikation und KHK-Diagnostik

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die AWMF-S1-Leitlinie behandelt den Einsatz der Myokard-Perfusions-SPECT(-CT) als etabliertes, nicht-invasives Verfahren der Nuklearmedizin. Sie dient primär der Darstellung der Myokarddurchblutung zur Diagnostik und Verlaufsbeurteilung beim chronischen Koronarsyndrom (KHK).

Das Verfahren basiert auf der Injektion von Tc-99m-Radiopharmaka unter Belastung und in Ruhe. Dadurch lassen sich reversible Perfusionsstörungen (Ischämien) von irreversiblen Defekten (Vernarbungen) differenzieren.

Zusätzlich liefert die EKG-getriggerte Akquisition (gated SPECT) wichtige Parameter zur linksventrikulären Funktion, wie die Ejektionsfraktion (LVEF). Diese funktionellen Daten sind laut Leitlinie essenziell für die Prognoseabschätzung und Therapieplanung.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein pathologischer Perfusionsbefund ohne Nachweis von epikardialen Koronarstenosen (INOCA) sollte laut Leitlinie nicht als falsch-positiver Befund abgetan werden. Es wird darauf hingewiesen, dass diese Konstellation häufig einer mikrovaskulären oder endothelialen Dysfunktion entspricht und mit einer erhöhten Morbidität einhergeht. Daher wird eine differenzierte kardiologische Diagnostik und Therapie empfohlen.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt die Untersuchung bei Patienten mit einer mittleren Vortestwahrscheinlichkeit für eine stenosierende KHK von 15 bis 85 %. Bei sehr niedrigen oder sehr hohen Wahrscheinlichkeiten wird von der Bildgebung abgeraten.

Es wird primär eine ergometrische Belastung empfohlen, da diese zusätzliche klinische Informationen liefert. Ist der Patient nicht ausreichend belastbar, wird auf eine pharmakologische Belastung mit Vasodilatatoren ausgewichen.

Vor einer geplanten Belastung mit Vasodilatatoren (Regadenoson oder Adenosin) wird eine Karenz von mindestens 12 Stunden für koffein- und methylxanthinhaltige Getränke empfohlen. Diese Substanzen antagonisieren die Wirkung der Medikamente.

Laut Leitlinie sollte bei Patienten mit Linksschenkelblock oder ventrikulärem Schrittmacher ausschließlich eine pharmakologische Belastung mit Vasodilatatoren erfolgen. Eine Ergometrie erhöht in diesen Fällen die Rate falsch-positiver Befunde.

Der SDS quantifiziert das Ausmaß der reversiblen, belastungsinduzierten Ischämie. Ein Wert unter 3 gilt als normal, während ein Wert über 9 auf eine schwere Ischämie hindeutet.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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