Kardiale MRT (cMRT) bei KHK: Diagnostik und Indikation
Hintergrund
Der IQWiG-Bericht D24-02 untersucht den Nutzen der kardialen Magnetresonanztomografie (MRT) bei der Diagnostik der koronaren Herzkrankheit (KHK). Die Zielpopulation umfasst Personen mit Verdacht auf ein chronisches Koronarsyndrom (CCS) oder eine KHK-Progression bei mittlerer Vortestwahrscheinlichkeit (15 % bis 85 %).
Bei diesen Personen ist laut Bericht ein funktionelles diagnostisches Verfahren angezeigt, wenn Basisdiagnostik und morphologische Verfahren keine eindeutige Klärung bringen. Als etablierte Vergleichsintervention dient primär die Einzelphotonen-Emissionscomputertomografie (SPECT).
Die kardiale MRT ist ein multiparametrisches, nicht invasives Verfahren. Sie ermöglicht die gleichzeitige Beurteilung von myokardialer Perfusion, Funktion und Narbenbildung, kommt dabei jedoch ohne ionisierende Strahlung aus.
💡Praxis-Tipp
Der IQWiG-Bericht hebt hervor, dass die kardiale MRT bei der KHK-Diagnostik der SPECT hinsichtlich der diagnostischen Güte mindestens ebenbürtig ist. Da die MRT jedoch vollständig ohne ionisierende Strahlung auskommt, wird ihr in der Gesamtschau ein höherer Nutzen attestiert. Es wird betont, dass die MRT besonders geeignet ist, um falsch-negative Befunde zu reduzieren und somit das Übersehen einer behandlungsbedürftigen KHK zu vermeiden.
Häufig gestellte Fragen
Laut IQWiG-Bericht eignet sich die kardiale MRT für Personen mit Verdacht auf eine chronische KHK oder eine KHK-Progression. Sie wird bei einer mittleren Vortestwahrscheinlichkeit von 15 bis 85 Prozent eingesetzt, wenn ein funktionelles diagnostisches Verfahren angezeigt ist.
Der Bericht bescheinigt der kardialen MRT eine mindestens vergleichbare diagnostische Güte wie der SPECT, mit leichten numerischen Vorteilen bei der Sensitivität. Aufgrund der fehlenden Strahlenbelastung leitet das IQWiG einen Anhaltspunkt für einen höheren Nutzen der MRT ab.
Dem Bericht zufolge nimmt die klinische Bedeutung der Stress-Echokardiografie im Versorgungsalltag stetig ab. Gründe hierfür sind Limitationen bei der Ausbelastung, eingeschränkte Beurteilbarkeit bei Adipositas und eine hohe Untersucherabhängigkeit.
Der Bericht gibt an, dass bei einer SPECT-Untersuchung des Herzens radioaktive Tracer wie 99mTc-Tetrofosmin eingesetzt werden. Die applizierte Dosis liegt je nach Protokoll bei bis zu 1000 MBq, was eine relevante Strahlenexposition für die untersuchte Person darstellt.
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Quelle: IQWiG D24-02: Bewertung der kardialen Magnetresonanztomographie bei koronarer Herzerkrankung (IQWiG, 2025). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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