Multiresistente Erreger: Therapie bei ESBL, CRE & CRAB

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IDSA (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die IDSA-Leitlinie 2024 adressiert die globale Krise antimikrobieller Resistenzen (AMR). Sie fokussiert sich auf die medikamentöse Behandlung von Infektionen durch schwer zu behandelnde gramnegative Erreger.

Zu den behandelten Pathogenen gehören ESBL- und AmpC-produzierende Enterobacterales, Carbapenem-resistente Enterobacterales (CRE) sowie resistente Stämme von Pseudomonas aeruginosa, Acinetobacter baumannii (CRAB) und Stenotrophomonas maltophilia.

Die Empfehlungen setzen voraus, dass der ursächliche Erreger identifiziert wurde und die Ergebnisse der Antibiotika-Empfindlichkeitsprüfung vorliegen. Empirische Therapieentscheidungen sind nicht der primäre Fokus des Dokuments.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Es wird empfohlen, bei Infektionen durch Erreger mit moderatem Risiko für eine AmpC-Produktion (wie Enterobacter cloacae) auf Ceftriaxon zu verzichten, selbst wenn das Antibiogramm initial eine Sensibilität anzeigt. Die Leitlinie warnt vor einer raschen Resistenzentwicklung unter der Therapie und bevorzugt in diesen Fällen Cefepime.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie sind Nitrofurantoin und Trimethoprim-Sulfamethoxazol (TMP-SMX) die bevorzugten oralen Optionen bei einer unkomplizierten Zystitis durch ESBL-produzierende Erreger. Von Amoxicillin-Clavulansäure wird aufgrund höherer Versagensraten abgeraten.

Die Leitlinie empfiehlt, Piperacillin-Tazobactam bei invasiven ESBL-Infektionen zu vermeiden. Bei schweren Infektionen außerhalb der Harnwege gelten Carbapeneme als Mittel der Wahl.

Es wird eine Kombinationstherapie empfohlen, bevorzugt mit Sulbactam-Durlobactam plus einem Carbapenem. Alternativ kann laut Leitlinie hochdosiertes Ampicillin-Sulbactam mit einem weiteren Wirkstoff eingesetzt werden.

Bei Metallo-Beta-Laktamasen (wie NDM) empfiehlt die Leitlinie die Kombination aus Ceftazidim-Avibactam und Aztreonam. Alternativ kann Cefiderocol als Monotherapie eingesetzt werden.

Bei CRE und DTR P. aeruginosa wird von einer routinemäßigen Kombinationstherapie abgeraten, sobald ein wirksames Beta-Laktam identifiziert wurde. Bei CRAB und S. maltophilia hingegen empfiehlt die Leitlinie ausdrücklich Kombinationstherapien.

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Quelle: IDSA: Antimicrobial Resistance (AMR) Guidance (IDSA, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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