Nosokomiale Pneumonie (HAP/VAP): Antibiose und Therapie

Diese Leitlinie stammt aus 2016 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IDSA (2016)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die IDSA/ATS-Leitlinie aus dem Jahr 2016 behandelt die Diagnostik und Therapie der krankenhaus-erworbenen Pneumonie (HAP) und der beatmungsassoziierten Pneumonie (VAP). Ein wesentlicher Unterschied zu früheren Versionen ist der Wegfall des Konzepts der "Healthcare-Associated Pneumonia" (HCAP).

Die Leitlinie betont die Bedeutung lokaler Antibiogramme für die Wahl der empirischen Therapie. Ziel ist es, eine adäquate initiale Abdeckung zu gewährleisten und gleichzeitig den unnötigen Einsatz von Breitbandantibiotika zu vermeiden.

Zudem wird ein starker Fokus auf kürzere Behandlungsdauern und die Deeskalation der antibiotischen Therapie gelegt. Dies wird empfohlen, um Resistenzentwicklungen, Nebenwirkungen und Kosten zu minimieren.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein zentraler Hinweis der Leitlinie ist der Verzicht auf Biomarker wie Procalcitonin (PCT) oder CRP für die Entscheidung zum Beginn einer Antibiotikatherapie bei HAP/VAP. Die Therapieinitiation sollte sich laut Leitlinie rein auf klinische Kriterien stützen, während PCT lediglich zur sicheren Beendigung der Therapie herangezogen werden kann. Zudem wird vor dem empirischen Einsatz von Aminoglykosiden aufgrund der schlechten Lungengängigkeit und Toxizität gewarnt.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt für die meisten Patienten mit HAP oder VAP eine Behandlungsdauer von 7 Tagen. Eine längere oder kürzere Therapiedauer kann je nach klinischem Verlauf erwogen werden.

Eine empirische MRSA-Abdeckung mit Vancomycin oder Linezolid wird laut Leitlinie empfohlen, wenn Risikofaktoren für Resistenzen vorliegen. Dies gilt auch, wenn die lokale MRSA-Prävalenz auf der Station über 10 bis 20 Prozent liegt.

Die Leitlinie empfiehlt eine Kombinationstherapie aus zwei antipseudomonalen Wirkstoffen nur bei Patienten mit Risikofaktoren für Resistenzen, septischem Schock oder hoher lokaler Resistenzrate. Bei Vorliegen des Antibiogramms und klinischer Stabilität wird eine Deeskalation auf eine Monotherapie empfohlen.

Laut Leitlinie sollte PCT nicht verwendet werden, um über den Beginn einer Antibiotikatherapie zu entscheiden. Es wird jedoch vorgeschlagen, PCT-Werte zusammen mit klinischen Kriterien zu nutzen, um die Therapie sicher zu beenden.

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Quelle: IDSA/ATS: Hospital-Acquired and Ventilator-Associated Pneumonia (IDSA, 2016). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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