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Mammakarzinom: S3-Leitlinie Diagnostik und Therapie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Leitlinienprogramm Onkologie (2024)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die S3-Leitlinie des Leitlinienprogramms Onkologie (Version 4.4, 2024) definiert die Standards für die Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms. Ziel ist die Senkung der Brustkrebssterblichkeit durch optimierte, interdisziplinäre Behandlungskonzepte.

Ein besonderer Fokus liegt auf der Deeskalation von Therapien, um die Morbidität zu senken. Dies betrifft unter anderem den Verzicht auf die Axilladissektion unter bestimmten Voraussetzungen sowie den Einsatz hypofraktionierter Strahlentherapien.

Zudem werden spezifische Patientengruppen wie Männer mit Brustkrebs, ältere Patientinnen sowie Schwangere mit Mammakarzinom in eigenen Kapiteln adressiert. Die Leitlinie betont durchgehend die Wichtigkeit der partizipativen Entscheidungsfindung.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein wesentlicher Paradigmenwechsel der Leitlinie betrifft das axilläre Staging: Bei Patientinnen mit pT1/pT2-Tumoren, die brusterhaltend operiert und anschließend tangential bestrahlt werden, sollte selbst bei ein bis zwei positiven Sentinel-Lymphknoten auf eine komplette Axilladissektion verzichtet werden. Dies senkt die Morbidität durch ein verringertes Lymphödem-Risiko erheblich, ohne die onkologische Sicherheit zu gefährden.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie ist ein präoperatives MRT nur in begründeten Ausnahmefällen sinnvoll, etwa bei unklarer lokoregionärer Ausbreitung, lobulärem Karzinom oder hohem genetischen Risiko. Ein routinemäßiger Einsatz bei allen Patientinnen wird nicht empfohlen.

Bei prämenopausalen Patientinnen wird eine Tamoxifentherapie für mindestens 5 Jahre empfohlen. Nach 5 Jahren soll für jede Patientin mit hormonrezeptorpositivem Tumor die Indikation für eine erweiterte Therapie von bis zu 10 Jahren geprüft werden.

Die Leitlinie empfiehlt die regelmäßige klinische Untersuchung sowie jährlich eine Mammographie und Sonographie der Brust. Eine intensivierte apparative Diagnostik wie CT, MRT oder Tumormarker bei asymptomatischen Patientinnen wird ausdrücklich nicht empfohlen.

Von einer Schwangerschaft nach einem Mammakarzinom wird laut Leitlinie nicht abgeraten, da dies die Prognose nicht verschlechtert. Eine laufende endokrine Therapie sollte für die Schwangerschaft und Stillzeit unterbrochen und danach fortgesetzt werden.

Die vollständige Exzision ist die Basis der Therapie des duktalen Carcinoma in situ (DCIS). Bei geplanter adjuvanter Strahlentherapie sollte ein Resektionsrand von mindestens 2 mm eingehalten werden. Eine Axilladissektion soll beim reinen DCIS nicht durchgeführt werden.

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Quelle: S3-Leitlinie Mammakarzinom v4.4 (2024) (Leitlinienprogramm Onkologie, 2024). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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