Makulaforamen & VMT: OCT-Diagnostik und Vitrektomie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AWMF|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Makulaforamen ist ein fovealer Netzhautdefekt, bei dem alle Schichten der neurosensorischen Netzhaut unterbrochen sind. Die vitreomakuläre Traktion (VMT) beschreibt eine inkomplette hintere Glaskörperabhebung mit persistierender Anheftung in der Makula, die zu strukturellen Veränderungen führt. Beide Erkrankungen treten überwiegend im höheren Lebensalter auf.

Die S1-Leitlinie der AWMF behandelt die Diagnostik und Therapie dieser beiden häufig assoziierten Erkrankungen der vitreomakulären Grenzfläche. Unbehandelt können sie zu einer erheblichen Visusminderung, Metamorphopsien und Zentralskotomen führen.

Die Differenzierung von ähnlichen Pathologien wie dem Makulaschichtforamen oder dem Pseudoforamen ist entscheidend, da sich Pathogenese und Therapieindikation grundlegend unterscheiden. Die optische Kohärenztomographie (OCT) stellt hierbei den diagnostischen Goldstandard dar.

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💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie weisen kleine Makulaforamina mit fokaler vitreomakulärer Traktion eine relevante Spontanverschlussrate auf. Es wird daher empfohlen, bei dieser spezifischen Patientengruppe vor einer chirurgischen oder medikamentösen Intervention zunächst für einige Wochen den Spontanverlauf unter Beobachtung abzuwarten.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie empfiehlt die Messung mittels OCT. Der Durchmesser wird an der engsten Stelle des Foramens parallel zum retinalen Pigmentepithel (RPE) in dem Scan mit dem größten Foramendurchmesser bestimmt.

Ocriplasmin kann laut Leitlinie als Alternative zur Vitrektomie bei kleinen Makulaforamina (< 250 µm) mit vitreomakulärer Traktion erwogen werden. Auch bei symptomatischer fokaler vitreomakulärer Traktion ohne epiretinale Membran ist ein Einsatz möglich.

Eine postoperative Nase-tief-Lagerung für wenige Tage kann zur Unterstützung des Foramenverschlusses erfolgen. Die Leitlinie sieht dies insbesondere bei großen Makulaforamina als sinnvolle Maßnahme an.

Bei neu aufgetretenen Beschwerden sollte die Therapie gemäß Leitlinie innerhalb von einigen Wochen erfolgen. Eine längere Wartezeit verringert die Chancen auf einen erfolgreichen Verschluss und einen postoperativen Visusgewinn.

Bei einem asymptomatischen Makulaforamen mit messbarem Visusabfall kann eine Therapie sinnvoll sein. Die Leitlinie begründet dies mit der Vermeidung eines irreversiblen Netzhautschadens durch eine verzögerte Behandlung.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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