IQWiG2017Neurologie

OCT bei nAMD und DMÖ: Diagnostik und Therapiesteuerung

Diese Leitlinie stammt aus 2017 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: IQWiG (2017)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Altersbedingte Makuladegeneration (AMD) und diabetische Retinopathie (DR) sind vaskuläre Netzhauterkrankungen, die zu schwerem Sehverlust führen können. Bei der neovaskulären AMD (nAMD) und dem diabetischen Makulaödem (DMÖ) wird standardmäßig die intravitreale operative Medikamentengabe (IVOM) mit VEGF-Inhibitoren oder Kortikosteroiden eingesetzt.

Die optische Kohärenztomografie (OCT) ist ein nicht invasives bildgebendes Verfahren zur hochauflösenden Darstellung von Netzhautstrukturen. Sie wird in der klinischen Praxis häufig zur Erstdiagnostik und zur Therapiesteuerung der IVOM verwendet, um beispielsweise Flüssigkeitsansammlungen zu beurteilen.

Der vorliegende IQWiG-Bericht D15-01 untersucht den patientenrelevanten Nutzen und Schaden der OCT. Dabei wird die OCT-gesteuerte Therapie systematisch mit Behandlungen in festen Intervallen oder mit rein sehschärfegesteuerten Ansätzen verglichen.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Der Bericht weist darauf hin, dass die schlechteren visuellen Ergebnisse unter OCT-Steuerung bei nAMD wahrscheinlich auf eine Unterbehandlung zurückzuführen sind. Eine deutliche Reduktion der IVOM-Injektionen aufgrund scheinbar unauffälliger OCT-Befunde kann den Therapieerfolg gefährden. Es wird nahegelegt, Behandlungsintervalle und den Verzicht auf Injektionen kritisch zu hinterfragen.

Häufig gestellte Fragen

Laut IQWiG-Bericht gibt es keinen Beleg für einen Vorteil. Bei unvorbehandelten Personen zeigt sich sogar ein Hinweis auf einen geringeren Nutzen im Vergleich zur monatlichen Injektion.

Ja, die Auswertung belegt einen Effekt zugunsten der OCT-Steuerung hinsichtlich des interventionsbedingten Aufwands. Betroffene erhalten unter OCT-Steuerung signifikant weniger Injektionen.

Der Bericht leitet einen Anhaltspunkt für einen Schaden ab, wenn die OCT zusätzlich zur Sehschärfe genutzt wird. Es zeigten sich in Studien mehr Therapieabbrüche aufgrund unerwünschter Ereignisse.

Der Nutzen oder Schaden der OCT in der Erstdiagnostik ist laut Bericht unklar. Es konnten keine randomisierten kontrollierten Studien identifiziert werden, die diese Fragestellung untersuchen.

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Quelle: IQWiG D15-01: Optische Kohärenztomografie (OCT) bei neovaskulärer altersbedingter Makuladegeneration sowie diabetischer Retinopathie mit Makulaödem (IQWiG, 2017). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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