Lisdexamfetamin & TNF-alpha: QTc-Risiko & Kaposi-Sarkom

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Der Ausschuss für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC) der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) hat im Juli 2020 neue Sicherheitssignale bewertet. Diese Zusammenfassung basiert auf den Empfehlungen zur Anpassung der Fach- und Gebrauchsinformationen.

Die Aktualisierungen betreffen zwei unterschiedliche Wirkstoffgruppen. Zum einen geht es um das Stimulans Lisdexamfetamin, das vorwiegend zur Behandlung der Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS) eingesetzt wird.

Zum anderen betreffen die Warnhinweise die Gruppe der Tumornekrosefaktor-alpha-Inhibitoren (TNF-alpha-Inhibitoren). Diese Biologika werden bei verschiedenen entzündlich-rheumatischen und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen angewendet.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Bei der Verordnung von Lisdexamfetamin wird empfohlen, vorab und im Verlauf auf mögliche kardiale Arrhythmien oder Palpitationen zu achten. Bei Auftreten von Herzrhythmusstörungen sollte umgehend eine ärztliche Abklärung erfolgen. Zudem ist bei Personen unter TNF-alpha-Inhibitoren auf das Auftreten von violetten Hautläsionen als mögliches Zeichen eines Kaposi-Sarkoms zu achten.

Häufig gestellte Fragen

Laut PRAC-Empfehlung kann Lisdexamfetamin das QTc-Intervall verlängern und Herzrhythmusstörungen auslösen. Die genaue Häufigkeit dieser Nebenwirkung ist derzeit nicht bekannt.

Eine vorsichtige Anwendung wird bei Personen mit vorbestehender QTc-Verlängerung, Herzerkrankungen oder Elektrolytstörungen gefordert. Auch die Komedikation mit anderen QTc-verlängernden Arzneimitteln stellt ein Risiko dar.

Die Sicherheitsinformationen weisen auf ein Risiko für das Kaposi-Sarkom unter der Therapie mit TNF-alpha-Inhibitoren hin. Dies betrifft Wirkstoffe wie Adalimumab, Infliximab und Etanercept.

Das Kaposi-Sarkom zeigt sich laut Gebrauchsinformation meist in Form von violetten Läsionen auf der Haut. Es handelt sich um eine seltene Krebserkrankung, die mit dem Humanen Herpesvirus 8 in Verbindung steht.

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Quelle: AkdÄ: Änderung des Wortlauts von Fach- und Gebrauchsinformationen – Empfehlungen des PRAC. (AkdÄ, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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