Fluorchinolone: Warnhinweise zu Aortenaneurysma und PML

Diese Leitlinie stammt aus 2020 und ist möglicherweise nicht mehr aktuell. Aktualität beim Herausgeber prüfen
KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: AkdÄ (2020)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) hat im September 2020 eine Drug Safety Mail veröffentlicht. Diese basiert auf den Empfehlungen des europäischen Ausschusses für Risikobewertung im Bereich der Pharmakovigilanz (PRAC).

Das Dokument fasst wichtige Änderungen der Fach- und Gebrauchsinformationen für verschiedene Wirkstoffe zusammen. Ziel ist es, auf neu identifizierte, teils lebensbedrohliche Nebenwirkungen aufmerksam zu machen.

Im Fokus stehen unter anderem systemische und inhalative Fluorchinolone, das Immunmodulans Pomalidomid sowie Abirateron und Interferon alfa-2a. Es werden spezifische Warnhinweise und diagnostische Schritte für den klinischen Alltag definiert.

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Häufige Fragen dazu

💡Praxis-Tipp

Ein negativer JC-Virus-PCR-Befund im Liquor schließt eine progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML) unter Pomalidomid nicht sicher aus. Bei anhaltendem klinischem Verdacht wird eine weitere neurologische Abklärung empfohlen, bevor die Therapie fortgesetzt wird. Zudem wird geraten, vor der Verordnung von Fluorchinolonen stets nach einer Begleitmedikation mit systemischen Kortikosteroiden zu fragen, da diese das Rupturrisiko von Aortenaneurysmen signifikant erhöhen.

Häufig gestellte Fragen

Laut Sicherheitswarnung äußern sich Aortenaneurysmen oder -dissektionen häufig durch plötzliche, starke Schmerzen im Bauch-, Brust- oder Rückenbereich. Es wird empfohlen, Betroffene darüber aufzuklären, bei diesen Symptomen sofort eine Notaufnahme aufzusuchen.

Die progressive multifokale Leukenzephalopathie (PML) wird meist erst mehrere Monate bis Jahre nach Beginn der Pomalidomid-Therapie beobachtet. Ein erhöhtes Risiko besteht laut Dokument bei gleichzeitiger Gabe von Dexamethason oder vorheriger immunsuppressiver Therapie.

Die Fachinformation wurde um das Risiko von anaphylaktischen Reaktionen ergänzt. Die genaue Häufigkeit ist nicht bekannt, mögliche Anzeichen umfassen Atemnot, Schwellungen im Gesicht und juckende Ausschläge.

Die gleichzeitige Behandlung mit systemischen Kortikosteroiden und Fluorchinolonen erhöht das Risiko für Aortenaneurysmen und deren Ruptur zusätzlich. Es wird eine besonders strenge Indikationsstellung angeraten.

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Quelle: AkdÄ: Änderung des Wortlauts von Fach- und Gebrauchsinformationen – Empfehlungen des PRAC. (AkdÄ, 2020). Originaldokument ansehen

KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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