SCC-Antigen (SCC) Laborwert: Gesundheit.gv.at Leitlinie
Hintergrund
Das SCC-Antigen (Squamous Cell Carcinoma Antigen) ist ein Glykoprotein, das in den Zellen des Plattenepithels von Haut und Schleimhäuten vorkommt. In der medizinischen Diagnostik wird es primär als Tumormarker im Blut herangezogen.
Plattenepithelkarzinome können in verschiedenen Körperregionen auftreten. Besonders häufig sind sie im Kopf- und Halsbereich, in der Lunge, der Speiseröhre sowie am Gebärmutterhals (Zervixkarzinom) zu finden.
Diese Zusammenfassung basiert auf den Informationen des Gesundheitsportals Gesundheit.gv.at. Die Bestimmung von Tumormarkern erfordert stets eine strukturierte klinische Einordnung.
Empfehlungen
Das Gesundheitsportal Gesundheit.gv.at formuliert folgende Kernaspekte zur Bestimmung des SCC-Antigens:
Indikation und klinischer Einsatz
Laut Leitlinie dient die Messung des SCC-Wertes im Blut nicht als Suchtest oder zur Vorsorge einer Tumorerkrankung. Der Wert kann auch bei diversen gutartigen Erkrankungen der Haut und Schleimhäute erhöht sein.
Stattdessen wird der Einsatz nach einer bereits gesicherten Tumordiagnose empfohlen. Die Bestimmung dient dabei folgenden Zwecken:
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Beurteilung des bisherigen Erkrankungsverlaufs
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Abschätzung der Prognose
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Kontrolle des Therapieerfolges
Stufendiagnostik bei Tumorverdacht
Es wird ein strikter dreistufiger Plan bei der Tumordiagnostik vorgegeben. Die Schritte sind nacheinander durchzuführen:
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Stufe 1: Indikationsstellung (z.B. Abklärung auffälliger Befunde in der Bildgebung oder Endoskopie)
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Stufe 2: Mikroskopischer Nachweis von Krebszellen (Zytologie) oder Krebsgewebe (Histologie)
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Stufe 3: Bestimmung von Tumormarkern im Blut, Gewebe oder auf Zellebene
Referenzwerte
Für die Interpretation des SCC-Antigens gelten laut Quelle folgende Referenzbereiche. Es wird betont, dass diese Werte lediglich als Orientierungsrahmen dienen.
| Patientengruppe | Referenzwert | Einheit |
|---|---|---|
| Männer (bis 18 Jahre) | < 3 | µg/L |
| Männer (über 18 Jahre) | < 3 | µg/L |
| Frauen (bis 18 Jahre) | < 3 | µg/L |
| Frauen (über 18 Jahre) | < 3 | µg/L |
💡Praxis-Tipp
Die Leitlinie warnt ausdrücklich davor, das SCC-Antigen als primären Suchtest für Krebserkrankungen einzusetzen. Da der Wert auch bei gutartigen Erkrankungen von Haut und Schleimhäuten ansteigen kann, liegt der größte klinische Nutzen in der Verlaufskontrolle bereits histologisch gesicherter Plattenepithelkarzinome.
Häufig gestellte Fragen
Laut Leitlinie kann der Wert bei Plattenepithelkarzinomen (z.B. Zervixkarzinom, Bronchialkarzinom, Kehlkopfkrebs) ansteigen. Er kann jedoch auch bei gutartigen Erkrankungen der Lunge, Haut oder Schleimhäute erhöht sein.
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Tumormarker wie SCC in der Regel ungeeignet für das Screening oder die Vorsorge sind. Die Bestimmung sollte erst nach histologischer Sicherung eines Tumors erfolgen.
Die Quelle gibt als Orientierungshilfe einen Referenzwert von unter 3 µg/L an. Dies gilt geschlechtsunabhängig sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Erwachsene.
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Quelle: Laborwert: SCC-Antigen (SCC) (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.