PSA-Wert (Prostataspezifisches Antigen): Gesundheit.gv.at

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Prostataspezifische Antigen (PSA) ist ein Eiweißstoff (Glykoprotein), der hauptsächlich in der Vorsteherdrüse (Prostata) gebildet wird. Physiologisch ist PSA für die Verflüssigung des Ejakulates und damit für die Beweglichkeit der Spermien verantwortlich.

In der Labordiagnostik wird der Wert primär als Tumormarker eingesetzt. Er dient der Erkennung und Überwachung von Erkrankungen der Prostata, da die Konzentration im Blut bei pathologischen Veränderungen ansteigen kann.

Empfehlungen

Die Leitlinie von Gesundheit.gv.at formuliert folgende Kernaspekte zur Bestimmung des PSA-Wertes:

Indikation und Einsatzbereich

Laut Leitlinie wird PSA vor allem als Tumormarker für das Prostatakarzinom eingesetzt. Die Bestimmung wird insbesondere nach der Diagnose eines Prostatakarzinoms empfohlen, um den Krankheitsverlauf, die Prognose und den Therapieerfolg zu beurteilen.

Die Leitlinie weist darauf hin, dass die Messung auch als Suchtest für ein Prostatakarzinom verwendet werden darf. Es wird jedoch betont, dass bei der allgemeinen Tumordiagnostik ein dreistufiger Plan eingehalten werden sollte:

  • Stufe 1: Indikationsstellung für eine Tumordiagnostik

  • Stufe 2: Mikroskopischer Nachweis von Krebszellen oder Krebsgewebe

  • Stufe 3: Bestimmung von Tumormarkern

Ursachen für erhöhte Werte

Ein erhöhter PSA-Wert ist nicht spezifisch für ein Malignom. Gemäß der Leitlinie kann der Wert auch bei folgenden gutartigen Veränderungen ansteigen:

  • Prostataentzündung (Prostatitis)

  • Gutartige Vergrößerung der Prostata im Alter (Prostatahypertrophie)

  • Im Anschluss an eine rektale Untersuchung oder Abtastung der Prostata

Referenzwerte

Die Leitlinie gibt folgende allgemeine Referenzwerte für PSA im Blut an, die als Orientierungshilfe dienen:

PersonengruppeAlterReferenzwert
Männerunter 18 Jahre< 4 µg/L
Männerüber 18 Jahre< 4 µg/L
Frauenunter 18 Jahre< 4 µg/L
Frauenüber 18 Jahre< 4 µg/L

Es wird darauf hingewiesen, dass die Interpretation der Werte immer im klinischen Gesamtbild erfolgen muss.

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💡Praxis-Tipp

Laut Leitlinie kann der PSA-Wert im Anschluss an eine rektale Untersuchung oder eine Abtastung der Prostata falsch-positiv erhöht sein. Es wird daher in der Praxis empfohlen, die Blutentnahme zur PSA-Bestimmung vor einer rektalen Palpation durchzuführen oder einen entsprechenden zeitlichen Abstand einzuhalten.

Häufig gestellte Fragen

Die Leitlinie gibt an, dass PSA als Tumormarker für das Prostatakarzinom dient. Der Wert wird zur Suche nach Tumoren sowie zur Beurteilung von Krankheitsverlauf, Prognose und Therapieerfolg eingesetzt.

Nein, laut Leitlinie gibt es eine Reihe von gutartigen Erkrankungen, die den Wert erhöhen können. Dazu zählen Prostataentzündungen (Prostatitis) und die gutartige Prostatavergrößerung im Alter.

Gemäß der Leitlinie liegt der Referenzwert für Männer unabhängig vom Alter bei unter 4 µg/L. Es wird jedoch betont, dass diese Werte lediglich als Orientierungsrahmen dienen.

Ja, die Leitlinie weist darauf hin, dass der PSA-Wert im Anschluss an eine rektale Untersuchung oder Abtastung der Prostata im Blut vorübergehend erhöht sein kann.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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