Laborwert CA 125: Gesundheit.gv.at

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

CA 125 (C125) ist ein Eiweißstoff (Glykoprotein), der in verschiedenen Geweben wie den Eierstöcken, dem Darm und der Bauchspeicheldrüse gebildet wird. In der Labordiagnostik wird dieser Wert primär als Tumormarker eingesetzt. Diese Zusammenfassung basiert auf den Kurzinformationen von Gesundheit.gv.at.

Tumormarker sind meist Proteine mit einem Kohlenhydrat- oder Lipidanteil, deren Konzentrationsänderungen mit dem Wachstum von Tumoren korrelieren. Sie zirkulieren im Blut oder anderen Körperflüssigkeiten und erlauben Rückschlüsse auf das Vorliegen, den Verlauf sowie die Prognose einer Krebserkrankung.

Empfehlungen

Indikation und Einsatzgebiet

Laut der Leitlinie von Gesundheit.gv.at wird CA 125 vor allem bei Tumoren der Eierstöcke (Ovarialkarzinom) und der Bauchspeicheldrüse (Pankreaskarzinom) bestimmt. Die Messung erfolgt primär nach der Diagnosestellung.

Die Höhe der Messwerte dient dabei folgenden Zwecken:

  • Beurteilung des bisherigen Erkrankungsverlaufs

  • Abschätzung der Prognose und des weiteren Verlaufs

  • Kontrolle des Therapieerfolges

Diagnostischer Stufenplan

Es wird ein strikter dreistufiger Plan bei der Tumordiagnostik beschrieben, der schrittweise durchlaufen werden soll:

  • Stufe 1: Indikationsstellung (z.B. durch Bildgebung, Tastbefund oder Endoskopie)

  • Stufe 2: Mikroskopischer Nachweis von Krebszellen (Zytologie) oder Krebsgewebe (Histologie)

  • Stufe 3: Bestimmung von Tumormarkern wie CA 125

Referenzwerte

Die Quelle gibt folgende einheitliche Referenzwerte an. Es wird betont, dass diese als Orientierungshilfe dienen und im klinischen Gesamtbild interpretiert werden müssen.

PatientengruppeReferenzwertEinheit
Männer (alle Altersgruppen)<35kU/L
Frauen (alle Altersgruppen)<35kU/L

Ursachen für erhöhte Werte

Ein erhöhter CA-125-Wert ist nicht spezifisch für Malignome. Er kann bei folgenden Erkrankungen auftreten:

  • Gutartige Erkrankungen: Affektionen von Eierstöcken, Gebärmutter, Brustdrüse, Bauchspeicheldrüse, Leber, Magen, Darm oder Lunge

  • Bösartige Erkrankungen: Ovarialkarzinom, Pankreaskarzinom, Mammakarzinom, gastrointestinale Tumore und Bronchialkarzinome

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💡Praxis-Tipp

Die Leitlinie warnt ausdrücklich davor, CA 125 als Suchtest oder zur Vorsorge für Tumorerkrankungen einzusetzen. Da der Wert auch bei zahlreichen gutartigen Erkrankungen erhöht sein kann, eignet er sich primär für die Verlaufskontrolle bereits histologisch gesicherter Malignome.

Häufig gestellte Fragen

Laut Quelle wird die Bestimmung erst nach der Diagnose eines Tumors, insbesondere bei Ovarial- oder Pankreaskarzinomen, empfohlen. Der Wert dient dann der Verlaufskontrolle und der Beurteilung des Therapieerfolges.

Nein, die Leitlinie rät explizit vom Einsatz als Suchtest ab. Der Marker kann auch bei vielen gutartigen Erkrankungen von Organen wie Leber, Magen oder Gebärmutter erhöht sein.

Der Referenzwert liegt laut Gesundheit.gv.at für alle Geschlechter und Altersgruppen bei unter 35 kU/L. Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass Laborwerte immer im klinischen Gesamtbild interpretiert werden müssen.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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