CYFRA 21-1 Tumormarker: Gesundheit.gv.at

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Das Gesundheitsportal Österreich (Gesundheit.gv.at) beschreibt CYFRA 21-1 (CYtokeratin-FRAgment) als einen etablierten Tumormarker in der Labordiagnostik. Es handelt sich dabei um Eiweißbruchstücke des Zellstrukturproteins Cytokeratin 19, die Bestandteile des Zellskeletts sind.

Diese Zellbestandteile kommen grundsätzlich im gesamten Körper vor. Eine erhöhte Konzentration der Fragmente im Blut wird jedoch insbesondere bei Erkrankungen der Lunge beobachtet.

In der klinischen Medizin wird die Messung vorrangig bei bösartigen Tumoren der Lunge eingesetzt. Dabei steht das nicht kleinzellige Lungenkarzinom im diagnostischen Fokus.

Empfehlungen

Indikation und Diagnostik

Laut Quelle wird die Bestimmung von CYFRA 21-1 primär beim nicht kleinzelligen Lungenkarzinom (wie Adeno- oder Plattenepithelkarzinomen) eingesetzt. Für das kleinzellige Lungenkarzinom wird hingegen die Messung der Neuronenspezifischen Enolase (NSE) angeführt.

Die Diagnostik bei Tumorverdacht folgt einem strikten Stufenplan:

  • Stufe 1: Klinische Indikationsstellung (z.B. radiologische Auffälligkeiten)

  • Stufe 2: Mikroskopischer Nachweis von Krebszellen mittels Zytologie oder Histologie

  • Stufe 3: Bestimmung von Tumormarkern im Blut oder Gewebe

Verlaufskontrolle und Monitoring

Nach der gesicherten Diagnose eines nicht kleinzelligen Lungenkarzinoms dient der Marker der weiteren klinischen Beurteilung. Die Quelle betont, dass die Verlaufskontrolle den größten diagnostischen Stellenwert hat.

Die Höhe der Messwerte wird für folgende Zwecke herangezogen:

  • Beurteilung des bisherigen Krankheitsverlaufs

  • Abschätzung der Prognose

  • Überwachung des Therapieerfolges

Referenzwerte

Die Quelle gibt folgende Referenzwerte als Orientierungshilfe an:

PatientengruppeReferenzwertEinheit
Männer bis 18 Jahre< 2µg/L
Männer über 18 Jahre< 2µg/L
Frauen bis 18 Jahre< 2µg/L
Frauen über 18 Jahre< 2µg/L

Kontraindikationen

Die Quelle warnt ausdrücklich davor, CYFRA 21-1 oder andere Tumormarker als Suchtest oder zur Krebsvorsorge einzusetzen. Der Wert kann auch bei diversen gutartigen Erkrankungen wie Bronchitis, Lungenentzündung, Nierenversagen oder Lebererkrankungen erhöht sein.

Zudem treten Erhöhungen bei anderen Malignomen wie Harnblasen-, Leber- oder Bauchspeicheldrüsenkrebs auf.

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💡Praxis-Tipp

Ein häufiger Fehler im klinischen Alltag ist die Anforderung von Tumormarkern zur Primärdiagnostik unklarer Befunde. Die Quelle stellt klar, dass Tumormarker wie CYFRA 21-1 erst in der dritten Stufe der Tumordiagnostik, nach histologischem oder zytologischem Nachweis, bestimmt werden sollen. Der primäre klinische Nutzen liegt in der Verlaufskontrolle und nicht im Screening.

Häufig gestellte Fragen

Laut Quelle ist der Marker besonders beim nicht kleinzelligen Lungenkarzinom (NSCLC) wie dem Adeno- oder Plattenepithelkarzinom hilfreich. Beim kleinzelligen Lungenkarzinom wird stattdessen die Bestimmung der NSE herangezogen.

Ja, die Quelle führt an, dass der Wert bei verschiedenen benignen Erkrankungen ansteigen kann. Dazu zählen unter anderem Lungenentzündungen, Bronchitis, Nierenversagen sowie Leber- und Bauchspeicheldrüsenentzündungen.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Tumormarker nicht als Suchtest oder zur Vorsorge geeignet sind. Die Bestimmung sollte erst nach einer gesicherten histologischen oder zytologischen Diagnose erfolgen.

Das Gesundheitsportal gibt als Orientierungshilfe einen Referenzwert von unter 2 µg/L an. Dieser Wert gilt geschlechts- und altersunabhängig für alle Erwachsenen und Personen unter 18 Jahren.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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