Protein-C-Aktivität (PCAK): Indikation und Diagnostik
Hintergrund
Protein C ist ein in der Leber gebildeter, Vitamin-K-abhängiger Blutgerinnungsfaktor. Im Gegensatz zu den meisten anderen Gerinnungsfaktoren wirkt es gerinnungshemmend und verhindert eine unkontrollierte Aktivierung der Blutgerinnung.
Ein Mangel an Protein C führt zu einer erhöhten Blutgerinnungsneigung, der sogenannten Thrombophilie. Dies kann die Entstehung von tiefen Venenthrombosen und in weiterer Folge lebensbedrohlichen Lungenembolien begünstigen.
Die Bestimmung der Protein-C-Aktivität (PCA) im Blut erfolgt zumeist als Prozentwert der Norm. Sie ist ein essenzieller Bestandteil der laborchemischen Abklärung bei Verdacht auf eine angeborene oder erworbene Thromboseneigung.
💡Praxis-Tipp
Bei der Interpretation von erniedrigten Protein-C-Werten ist stets die aktuelle Medikation zu berücksichtigen. Da Protein C Vitamin-K-abhängig ist, führt eine Therapie mit Vitamin-K-Antagonisten unweigerlich zu falsch-niedrigen Werten, was bei der Diagnosestellung eines angeborenen Mangels beachtet werden muss.
Häufig gestellte Fragen
Laut Quelle ist ein Screening bei wiederholten Beinvenenthrombosen, insbesondere vor dem 40. Lebensjahr, indiziert. Auch wiederholte Lungenembolien oder Fehlgeburten stellen eine Indikation zur laborchemischen Abklärung dar.
Ein niedriger Wert weist auf eine verminderte Gerinnungshemmung hin, was das Thromboserisiko erhöht. Die Ursache kann angeboren sein oder durch Lebererkrankungen, Vitamin-K-Mangel sowie bestimmte Medikamente erworben werden.
Die Basisdiagnostik umfasst zusätzlich Antithrombin III, Protein S, die APC-Resistenz sowie die Lupushemmstoffdiagnostik. Auch der Homocystein-Wert im Blut wird routinemäßig mitbestimmt.
Die Therapie umfasst eine Kompressionstherapie sowie die Gabe von gerinnungshemmenden Medikamenten wie Heparin. Bei rezidivierenden Thrombosen wird eine medikamentöse Langzeitprophylaxe empfohlen.
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Quelle: Laborwert: Protein C (Gesundheit.gv.at, 2026). Originaldokument ansehen
KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.
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