dRVVT Laborwert: Gesundheit.gv.at Leitlinie

KI-generierte Zusammenfassung|Quelle: Gesundheit.gv.at (2026)|Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung

Hintergrund

Die Leitlinie von Gesundheit.gv.at beschreibt die dilute Russell's viper venom time (dRVVT) als essenzielle Teiluntersuchung der Lupushemmstoffdiagnostik. Lupushemmstoffe sind Autoantikörper, die gegen körpereigene Phospholipide gerichtet sind.

Diese Autoantikörper treten beim primären oder sekundären Antiphospholipid-Syndrom (APLS) auf. Letzteres kann als Begleiterscheinung von Autoimmunerkrankungen wie dem systemischen Lupus erythematodes vorkommen.

Paradoxerweise führen Lupus-Antikoagulanzien im Labor zu einer Verlängerung der Blutgerinnungszeit, bedingen im Körper jedoch eine gesteigerte Thromboseneigung. Daher ist die dRVVT ein wichtiger Bestandteil des Thrombophiliescreenings.

Empfehlungen

Stufendiagnostik der Lupushemmstoffe

Laut Leitlinie wird für die Diagnostik ein mehrstufiges Vorgehen empfohlen:

  • Zunächst erfolgt die Messung mit einem Lupus-sensitiven und einem Lupus-insensitiven aPTT-Reagenz.

  • Parallel wird die dRVVT bestimmt, welche bei Vorliegen von Lupushemmstoffen verlängert ist.

  • Zur Bestätigung wird den Testansätzen Phospholipid zugesetzt. Eine Normalisierung der Gerinnungszeit beweist das Vorhandensein von Lupushemmstoffen.

  • Als weiterführende Diagnostik wird die Bestimmung von Cardiolipin-Antikörpern (IgG, IgA, IgM) empfohlen.

Indikationen für ein Thrombophiliescreening

Ein vollständiges Thrombophiliescreening ist laut Leitlinie bei spezifischen klinischen Verdachtsmomenten angezeigt. Dazu zählen:

  • Wiederholte Beinvenenthrombosen, insbesondere bei Personen unter 40 Jahren

  • Wiederholte Lungeninfarkte (Pulmonalembolien)

  • Mehrfach ungeklärte Fehlgeburten

Referenzwerte der dRVVT

Die Leitlinie gibt folgende Referenzwerte für die dRVVT an. Diese dienen als Orientierungshilfe und sind abhängig von der jeweiligen Labormethode.

GeschlechtAltersgruppeReferenzwert
Männerbis 18 Jahre<49 sek
Männerüber 18 Jahre<49 sek
Frauenbis 18 Jahre<49 sek
Frauenüber 18 Jahre<49 sek

Therapie und Prophylaxe bei Thrombosen

Bei einer diagnostizierten tiefen Venenthrombose (TVT) wird eine Behandlung mit gerinnungshemmenden Medikamenten wie niedermolekularem Heparin empfohlen. Eine strenge Bettruhe ist zumeist nicht erforderlich.

Für die Sekundärprophylaxe bei rezidivierenden Thrombosen nennt die Leitlinie niedermolekulare Heparine, Vitamin-K-Antagonisten oder direkte orale Antikoagulanzien (DOAK).

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💡Praxis-Tipp

Ein paradoxes Laborphänomen erfordert besondere Aufmerksamkeit: Lupus-Antikoagulanzien führen in vitro zu einer Verlängerung der aPTT und dRVVT, verursachen in vivo jedoch eine ausgeprägte Thromboseneigung. Es wird empfohlen, eine verlängerte Gerinnungszeit in diesen Tests nicht fälschlicherweise als Blutungsneigung zu interpretieren.

Häufig gestellte Fragen

Laut Leitlinie führt das Vorhandensein von Lupushemmstoffen im Blut zu einer Verlängerung der dRVVT. Dies ist typisch für das primäre oder sekundäre Antiphospholipid-Syndrom.

Es wird empfohlen, dem Testansatz Phospholipide zuzusetzen. Normalisiert sich die Gerinnungszeit durch diesen Zusatz, gilt dies gemäß der Leitlinie als Beweis für das Vorliegen von Lupushemmstoffen.

Neben der Lupushemmstoffdiagnostik empfiehlt die Leitlinie die Bestimmung von Antithrombin III, Protein C, Protein S, APC-Resistenz und Homocystein. Bei Auffälligkeiten folgen genetische Analysen wie die Untersuchung auf eine Faktor-V-Leiden-Mutation.

Als weiterführende Diagnostik wird die Bestimmung von Cardiolipin-Antikörpern empfohlen. Diese können laut Leitlinie vom Typ IgG, IgA oder IgM sein.

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KI-generierte Zusammenfassung. Keine Diagnose- oder Therapieempfehlung. Die klinische Entscheidung trifft der behandelnde Arzt.

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